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Warten auf den Schulbus am Compound-Eingang

Warten auf den Schulbus am Compound-Eingang

Jetzt sind wir etwas über eine Woche hier, und so allmählich kommen wir auch wirklich an.  So langsam ist auch der Jetlag überstanden, der mir und den Jungs doch ziemlich zu schaffen gemacht hat, naja, wir tun uns ja schon bei der doofen Sommerzeitumstellung immer schwer, also kein Wunder. Für den normalen Alltag gibt es noch viel zu erkunden und zu organisieren, für Sightseeing und Ausflüge war deshalb noch keine Zeit, aber wir sind ja noch ein bisschen länger hier! ;)

Eine der wichtigsten Fragen: Wie kommen wir an Trinkwasser? Wasserspender und Kanister liefern lassen oder doch Filter einbauen? Letzteres ist die nachhaltigere und vermutlich auch gesündere Lösung (die Wasserspender sind als Bakterienschleudern verschrien), wird also diese Woche – hoffentlich – noch eingebaut. Bis dahin wird geschleppt!

Die für mich fast ebenso wichtige Versorgung mit Kaffee startet hoffentlich heute noch. Liebe künftige Besucher: als Mitbringsel freuen wir uns über Kaffeekapseln! ;) (Ich weiß, Pads wären umweltfreundlicher, aber gibt’s hier nicht!)

Haushaltsgeräte wollten besorgt werden, eine Empfehlung war, bei jd.com zu bestellen. Vormittags erledigt, erste Teillieferung schon nachmittags da.

(Lebensmittel-)Einkaufsmöglichkeiten gilt es weiter zu erkunden, es gibt einen kleinen Jenny-Markt im Compound, einen großen am Pinnacle Plaza (quasi unser Dorfplatz, da kann man auch ganz nett sitzen und gucken) und einen etwas teureren BHG-Supermarkt, der viel, viel Auswahl an chinesischen und internationalen Produkten hat. Ich brauche noch einen fahrbaren Untersatz (Fahrrad? Roller? Tuktuk? Trike?), dann wird der Radius noch etwas größer.

Einen „Organic Food“ Lieferanten habe ich wie bereits erwähnt ausprobiert. Ok, alles war frisch und lecker, allerdings muss das „organic“ doch hinterfragt werden (es gibt hier keine objektiven, unabhängigen Zertifikate/Siegel) – und allein die Verpackungen, da würde jeder deutsche Bio-Höker vor Schreck zusammenbrechen. Jeder einzelne Apfel im dicken Plastiknetz, noch mal in Plastiktüten und dann in viel zu großen mit Alu ausgekleideten Pappkartons (die im Anschluss auf dem Müll landen), das muss künftig dann doch nicht mehr sein, zumal es hier an Obst und Gemüse wirklich eine Irrsinnsauswahl in den Supermärkten, auch „organic“, wenn man will.

Zwischendrin hatte ich tatsächlich mal ein paar Minuten, wo ich mich ein wenig verloren gefühlt habe, aber spätestens seit den Schwätzchen am Schulbus und dem heutigen Kennenlern-Treffen der Peking-Patengruppe in der Schule ist es viel besser. Damit mir nicht langweilig wird, hab ich mich direkt für Fotogruppe und Buchclub sowie einen Ausflug angemeldet, das reicht für den Anfang, ein Chinesischkurs kommt ja auch noch dazu. War heute Vormittag jedenfalls ein schönes “Wow, wie toll ist es, hier zu sein!”-Gefühl, mal ganz ohne Sorgen, Befürchtungen usw.

Am Samstag muss Rasmus zur Schule: Die Viertklässler führen etwas bei der Einschulung der Erstklässler auf. Bin gespannt, von 13 Kindern in der Klasse sind 4 neu – wie das wohl wird? Im Anschluss geht es zur Ausländerbehörde, die Aufenthaltserlaubnis beantragen, da müssen die Jungs auch persönlich erscheinen.

Ansonsten ist es heiß, die Zikaden lärmen, die Luft ist gut und der Himmel blau – vielleicht lassen sich die Leichtathletik-WM und die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Kriegsendes noch verlängern? Jedenfalls ist das so ein sehr angenehmer Start hier!

Gestern war der erste Schultag für die Jungs. Bis mittags war auch alles „gut“ (gut = die normale, alles sagende, erschöpfende Auskunft der Minimänner, wenn man sie fragt: „wie war’s?“).

Aber als die zwei hier am Compound aus dem Schulbus gestiegen sind, sah man ihnen an, dass etwas ganz und gar nicht gut gewesen ist. Und zwar wollte der Schulbus ohne Rasmus losfahren! Justus hat es aber mit Unterstützung von Mitschülern geschafft, dass der Bus wartet, war wohl nicht so ganz einfach. Und wo war Rasmus? Entgegen aller Ankündigungen per Mail, auf der Webseite, mündlich und sogar auf Nachfrage bei der Einführungsveranstaltung am Freitag, hat er seinen Schulausweis nicht vom Klassenlehrer bekommen, sondern erst nach Unterrichtsschluss in der Buchhaltung abholen dürfen. Klar, dass dann die Zeit nicht gereicht hat, um rechtzeitig zum Treffpunkt zu kommen, und so war das Kerlchen dann allein auf dem Schulhof. Immerhin, gut ausgegangen, beide Kinder heil angekommen, Justus ist unser Held.

Aber was für ein unglücklicher Start, genau das ist ja einer der Knackpunkte hier: dass die Kinder zuverlässig von A nach B kommen. Das vorgeschossene Vertrauen hat nun leider einen leichten Knacks bekommen, auch wenn sich der Buskoordinator entschuldigt hat, das sei halt extrem unglücklich gelaufen, weil neues Kind und neuer Klassenlehrer aufeinandergetroffen sind. Immerhin wurde mir versichert, dass kein Kind in der Schule stehengelassen wird, sondern es schon vorgekommen ist, dass ein einzelnes Kind mit einem Bus ganz für sich allein nach Hause gefahren wird. Naja, ich hoffe, das wird nicht mehr nötig sein, immerhin hat Rasmus ja seinen Ausweis jetzt… Und heute hat auch alles prima geklappt, und es sind zwei fröhliche Rüben aus dem Bus gepurzelt!

Gestern haben wir ausgepackt, ausgepackt und, äh, ausgepackt.

Heute war ich beim “medical check”, das war ein Erlebnis für sich. Erstmal an irgendeinem anderen Ende der Stadt, fast schon in den Bergen, das war immerhin ein netter Anblick. Und dann war es wie Zirkeltraining, Station für Station, unpersönliche Massenabfertigung: Röntgen (ohne Bleischürze…), Blutdruck messen, Ultraschall (Nieren etc.), Blutabnahme, Sehtest, EKG, alles in allem gerade mal 20 Minuten! :D

Vorhin hab ich dann unsere Pässe an der Rezeption abgegeben, kann die in 3 Stunden wieder abholen, dann ist die polizeiliche Anmeldung erledigt. Wenn das Gesundheitszeugnis dann am Montag da ist, folgt der letzte Akt: das Beantragen der Daueraufenthaltserlaubnis.

Gestern hab ich gleich mal bei Tootoos Organic Farm bestellt: Obst, Gemüse, Joghurt, Milch. Wurde direkt heute früh geliefert, macht nen guten, frischen Eindruck (da weder Labor noch entsprechende Fähigkeiten vorhanden, kann ich zur objektiven Qualität nicht sagen, auch das Siegel “organic certified” sagt mir – noch – nichts). Aber irgendwo muss man ja mal anfangen.

Heute muss ich mich noch um einen Wasserlieferanten und den eventuellen Einbau eines Wasserfilters in der Küche kümmern, “residential cards” für die Jungs und mich abholen, ein bischen Drängeln, was den TV-Anschluss angeht und und und. Also noch einiges rund um’s Ankommen halt.

Bilder folgen noch, erstmal heisst es für uns Jetlag und Dauermüdigkeit in den Griff kriegen, sind ja nur noch ein paar Tage bis zum Schulstart.

In Hamburg sind wir gut weggekommen. Klar, ein paar Tränen, aber die sind dann auch rasch getrocknet. In Amsterdam hatten wir uns schon gemütlich im Flieger eingerichtet, die ersten Filme lief es bereits, Lautsprecherdurchsage auf holländisch, aber nicht die erwartete Ankündigung, dass es endlich losgeht, sondern: “Sorry, das Flugzeug wurde beim Beladen beschädigt und muss am Boden bleiben.” Aber nachher käme eine Maschine aus Tokio, mit der ginge es dann weiter. Und das war dann auch so. Mit zweieinhalbstündiger Verspätung sind wir dann hier in Peking gelandet. Nachdem Hamburg uns mit typischem Brackwetter (ok, untypisch warm dabei) verabschiedet hat, wurden wir hier mit blauem Himmel und 33° empfangen. Häuschen hat Thomas gut ausgesucht, ich denke, wir werden uns hier wohlfühlen können. Jetzt müssen wir noch diese blöde Reisemüdigkeit aus den Knochen kriegen und die Zeitumstellung wuppen, damit die Jungs dann ab nächstem Montag nicht in der Schule schlafen… ;)

So, jetzt noch einmal mit mehr Bildern. Der Ausflug war großartig, die Jungs wollen das so bald wie möglich und immer wieder wiederholen. Kann ich verstehen!

Erst mit dem Auto bis Huairou/Mutianyu, ca. 70 km nordöstlich von Peking. Wieder einmal konnten wir nur staunen, wie riesig Peking ist, doch irgendwann wurden es weniger Hochhaussiedlungen, da waren dann Felder/Obstplantagen, Fabriken, doch immer wieder ein paar Hochhäuser. Alles leider durch den braunen Schleier, miese Sicht leider. Wir fuhren durch Huairou durch und folgten dann den Schildern nach Mutianyu. Es wurde tatsächlich immer hügeliger. Ländlicher. Wir kamen an “eingefrorenen” Wasserfällen vorbei. Bekleidungsfabriken. Obstplantagen. Und allmählich häuften sich Restaurants und Hotels entlang der Strasse. Und dann waren wir am Parkplatz, ein paar Gebäude (die hätten so auch in einem Freizeitpark in Deutschland stehen können) mit Ticketschaltern, Museum – und Restaurants. Und dann auch endlich der erste Blick auf die Mauer. Wow.

Dann ging es mit dem Shuttlebus ein Stück den Berg hoch. Abenteuerlich. Von der Busstation führte ein Weg nach links oben: Kabinenbahn. Und einer nach rechts: Sessellift. Oha, der sah ziemlich alt und klapprig aus, wirkte abenteuerlich, zumal sie kurz bevor wir dran waren gestoppt wurde – und ein Lappen, Stofffetzen oder sowas aus dem “Drehdings” gefummelt wurde….Okeeee… Waren es 5 oder 10 Minuten bis oben? Keine Ahnung, die Aussicht jedenfalls – trotz immer noch trüber Sicht – war großartig. Trotzdem, leises Auftatmen, als wir oben waren.

Das war dann wirklich ein irres Gefühl: wir sind tatsächlich auf der Großen Mauer! Wir sind dann eine ganze Weile über die Mauer spaziert, mehr oder weniger steil bergauf und bergab, oft mit Treppen mit unterschiedlich hohen Stufen, teils auch abbröckelnd. Immer wieder neue Aussichten, immer wieder Wachtürme.In einem dieser Wachtürme stand ein Besen. Klar, dass Jussi sich den schnappen und fegen musste. Nur kam da eine chinesische Reisegruppe dazu – und die konnten sich nicht wieder einkriegen und haben sich gegenseitig mit Jussi und dem Besen fotografiert, das war bestimmt eine Viertelstunde schallendes Gelächter und fröhliches Gekreische und Geschnatter.

Nachdem die Jungs fanden, sie wären genug “herumgelatscht” sind wir wieder zurück zum Ausgangspunkt, aber dort nicht mit der Seilbahn, sondern mit einer Sommerrodelbahn heruntergefahren. Allerdings durften wir nicht sofort lostuckern, sondern einer der Mitarbeiter holte erstmal Creme und hat Rasmus’ von Erkältung und trockener Luft rote und rissige Lippen verarztet – und der liess sich das gefallen, aber wehe, wenn ich mal mit der Creme komme…

Dann ging es los, und was war das für ein Spass! In mehr oder weniger engen Serpentinen den Berg hinunter, über wacklige Holzbrücken, alle paar Kurven saßen Mitarbeiter. Unten angekommen erstmal eine Schrecksekunde – nach mir kam nicht Jussi, sondern erstmal zwei Männer und dann lange nix. Aber dann sah ich ihn, alles wieder gut. Da das Kerlchen wohl zu langsam war, haben ihn Mitarbeiter kurzerhand aus der Bahn gehoben, die schnelleren Männer vorbeigelassen und ihn dann wieder samt Rodeldings reingesetzt.

Da fahren wir auf jeden Fall wieder hin! Nicht nur wegen der Sommerrodelbahn, sondern auch, weil es wohl deutlich weniger überlaufen ist als Badaling.

 

 

 

Die Große Mauer

Die Große Mauer

Heute haben wir einen Ausflug zur Großen Mauer gemacht, und zwar zu dem Abschnitt bei Mutianyu, eine gute Autostunde nordwestlich von Peking. http://www.mutianyugreatwall.net/

Vom Parkplatz mit dem Busshuttle ein Stück den Berg hinauf und das letzte Stück dann mit dem Sessellift (puh, klapprig-alte Kiste…). Und dann einfach nur wow, ein total irres Gefühl wirklich da zu sein und immer noch irgendwie unwirklich. Jedenfalls waren wir von Mauer und Aussicht wahnsinnig beeindruckt. Ein großer Spass war dann die Tour den Berg wieder runter: mit einer Sommerrodelbahn!

Jetzt werden wir noch mal ne Runde durch Sanlitun bummeln und die Kurzen abfüttern und morgen geht’s dann zurück nach Hamburg. Mehr Bilder von der Mauer dann von dort aus, Internet ist heute irgendwie unwillig.

Heute ein paar Impressionen vom derzeitigen Wohnumfeld. Ich bin nach wie vor total fasziniert vom unmittelbaren Nebeneinander von alt und neu, modern und traditionell, arm und reich… Wobei ich ganz sicher Armut nicht schönreden werde! Trotzdem, die krassen Gegensätze machen sicher einen Teil der Faszination dieser Stadt aus.

Wie man sieht: strahlend blauer Himmel, gute Weitsicht, d.h. auch relativ “gute” Luftwerte.

Stockwerkszählung

Stockwerkszählung

Zahlen sind hier furchtbar wichtig!

“8” ist super und bringt Glück, weil’s so ähnlich klingt wie das Wort für “Reichtum”. “8” steht also für Glück und Wohlstand. “4” hingegen ist ganz schlecht, klingt so ähnlich wie “Tod”.

Ebenfalls positiv belegt sind “6” (problemlos, erfolgsversprechend) und “9” (= für immer, im Zusammenhang mit Freundschaften, Partnerschaften). Negativ belegt sind “10” (klingt ähnlich wie “4”, ist aber nicht ganz so schlimm) und “7” (= fort gegangen, steht für Verlust)

Für entsprechende Autokennzeichen oder Telefonnummern wird dann auch gern mehr gezahlt. Hochzeitsdaten werden entsprechend gewählt oder Termine für Vertragsabschlüsse. Und natürlich macht das auch vor Stockwerkszählungen (und in Hotels vor Zimmernummern) nicht halt, es gibt keine 4., 14, … und aus Respekt vor der westlichen Unglückszahl “13” auch keine 13. Etage. Die 1. Etage ist das Erdgeschoss.

Gestern war es also soweit, aufgeregt wie nur was sind die Minis und ich nachmittags in Hamburg abgeflogen, umsteigen in Amsterdam ging auch flott und der ganze Flug war soweit angenehm und entspannt, irgendwann sind wir auch eingeschlafen  – und nachts wurde ich dann wach und sah das:

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Gut 11 km über der Mongolei

Das war es dann für mich mit Schlafen –  rausgucken war wichtiger. Schon ein irres Gefühl, dieser erste Blick auf Asien. Leider wurde die Sicht dann doch bald schlechter, aber wir waren ja schon fast da und sind dann pünktlich im Pekinger Schneetreiben gelandet. Einreiseformalitäten waren zügig erledigt, Gepäck auch fix da und dann ging es raus: Hallo Peking, hier sind wir.

Und da war sie also, die Pekinger Luft. Riecht für mich wie Berlin früher *röchel*. Nee, keine Sorge, kein Röcheln, aber man merkt und riecht und schmeckt es schon.

Mit dem Taxi ging es dann “nach Hause”. Große Augen bei den Kurzen: keine Kindersitze, nicht mal Anschnallen war möglich, und das bei Verkehr, der echt abenteuerlich ist (und das, obwohl Peking wegen der Neujahrsfeierlichkeiten weniger voll als sonst sein soll).

Blick aus einem Schlafzimmerfenster

Blick aus einem Schlafzimmerfenster

Die Wohnung ist echt nett, zentral gelegen, erstmal ankommen und bischen ausruhen. Nachmittags sind wir dann zu einem ersten Spaziergang aufgebrochen. Wetter war viel besser als morgens, kein Schnee mehr, trocken – und die miese Luftqualität haben wir gar nicht mehr so wahrgenommen. Dafür alle paar Schritte neue Gerüche – von Katzenpisse bis richtig lecker alles dabei. Soviel zu sehen und zu entdecken, man weiss gar nicht, wo man zuerst hingucken soll. Wir sind dann durch Sanlitun durchgebummelt – und bei Schindlers Anlegestelle gelandet, wo wir die Kurzen dann erstmal ohne kulinarischen Kulturschock abfüttern konnten. ;) Uriger Laden und ein bunter internationaler Gästemix, überwiegend aber doch Chinesen.

Es stürmen unglaublich viele Eindrücke auf einen ein, und so weiss ich gar nicht, was erzählen und wo anfangen. Der Verkehr zum Beispiel: an den Kreuzungen wird gehupt, was geht, Abbieger fahren trotz Fußgängern einfach weiter und dazu noch die Vielfalt der Fahrzeuge: von der uralten Schrottmühle bis zur neuen Luxuskarosse, Fahrräder, eBikes, Rikschas, Lastenkarren, Lastenfahrräder, Busse – das Straßenbild ist wirklich bunt. Ebensolche Vielfalt bei den Gebäuden. Moderne Neubauten neben ollen Abrissbuden, flache und hohe Häuser bunt durcheinander, kleine Gassen, wo die Zeit stillsteht, und dann turbulente, moderne Einkaufsstraßen. Botschaftsgebäude, gut gesichert, sowohl durch Zäune als auch schwer bewaffnete Polizisten. Überhaupt viel Polizei unterwegs. Aber auch die grinsen unsere beiden Minikasper an. Genauso wie wir gucken, werden auch wir angeguckt und fotografiert – die Minis seien “so cute”. Stimmt. :)

 

 

Nur noch wenige Tage bis zum Abflug, und ich befinde mich in der Tat in einer Art “Beijing state of mind”… *kribbel* Das hier ist ein wirklich tolles Video, angucken lohnt sich!

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… und damit gibt es auch wieder etwas zu berichten. Flüge sind gebucht, nächste Woche werden die Visa beantragt und dann können wir ja schon fast Koffer packen. Thomas hat eine Liste von Compounds von mir bekommen, wo ich mir gern Häuser ansehen möchte. Bin mal gespannt, wie weit graue Theorie (Internetrecherche etc.), die daraus entstandene Vorstellung und Einschätzung und die Realität auseinanderliegen. Für die Haussuche haben wir 2-3 Tage vorgesehen.

Ansonsten wollen wir mit dem Urlaub den Jungs (ok und mir auch) richtig Lust auf Peking machen. Dazu hab ich mit den Jungs Reiseführer gewälzt, natürlich das Internet durchforstet und die daraus entstandene Wunschliste auch nach Peking gemailt. Mit Abstand weit oben steht die Große Mauer, dann folgen Science & Technology Museum, Zoo (Pandas!) und Aquarium. Verbotene Stadt, Kohlehügel und Kaiserpalast, Tian’anmen-Platz, Himmelsaltar, Beihai- und Chaoyang-Park, Duftberg, Qing- und Ming-Gräber, Longqing-Schlucht, Glocken- und Trommelturm, Hutongs, z.B. Luo’er Hutong, Beijing Planning Exhibition Hall und und und…

Und wir möchten Pekingente und Mongolischen Feuertopf probieren – und natürlich Baozi. :)

Wie gut, dass wir ab dem Sommer alle Zeit der Welt haben, um uns alles anzusehen. :)

 

IMG_0252Die vorerst letzten Weihnachtsfeiertage in Hamburg waren schön, anhängliche große und kleine Kinder, fröhliches Feiern fast ohne Unterbrechung. Von Anfang bis Ende einfach nur schön.

Jonas hat für die ganze Familie bschlossen, dass wir uns dann Weihnachten 2015 in Dali, seiner chinesischen Lieblingsstadt, treffen müssen, auch um viel Spass bei der Kunstschneeschlacht dort zu haben. Mal schauen, wonach uns dann wirklich der Sinn steht.

Ein paar Tage ist der Papa noch da, bis er dann in seine Wohnung (endlich raus aus dem Hotel!) in Sanlitun zurückkehrt. Und in zwei Monaten ist es dann soweit, dass die beiden Minis und ich endlich Peking kennenlernen werden.

Moin!

Eigentlich wollten wir unsere kleinen Jungs,  8 und 10 Jahre alt, hier in Hamburg großziehen und die Schule hier beenden lassen. Eigentlich sollte es danach nach Jämtland, Schweden gehen. Aber kommt immer alles anders: statt Natur pur, Ruhe und Abgeschiedenheit geht es aus beruflichen Gründen nach Peking. Einen krasseren Gegensatz kann ich mir kaum vorstellen.

Aber es gibt keine Alternative, also nutzt alles Jammern nix, Kopf wieder hoch und auf ins Abenteuer!

Damit Freunde und Verwandte nachverfolgen können, was so passiert, und auch um den Kontakt besser halten zu können, wenn es denn soweit ist, nun diesen Blog.

Viel Spass beim Lesen!