Mit einer neuen chinesischen Freundin habe ich den Taoranting-Park besucht. Der liegt auf einer Höhe mit dem Himmelstempel, rund 7 km südwestlich vom Tiananmen, und ist damit relativ weit weg vom Zentrum. So verlaufen sich nicht viele Ausländer und schon gar keine Touristen dahin. Bei den in der Nähe wohnenden Pekingern ist der Park aber extrem beliebt. Seit 2002 ist der Park als 4A/AAAA-Attraction (in ganz China gibt es nur 279 5A/AAAAA-Attractions) klassifiziert.

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Kindheitserinnerungen

Wir betreten den Park am Nordeingang und nach wenigen Schritten stehen wir vor hüpfenden Kängurus. Okay, keine echten, sondern ein Känguru-Karussell! Hier ist ein kleiner Rummelplatz, “Fun Park” vor allem für Kinder: verschiedene Karussells, eine kleine Achterbahn – man denke sich die entsprechende Lärmkulisse dazu…

Känguru-Karussell im Pekinger Taoranting-Park

Am Ende des Rummelplatzes steht ein Plastik-Hügel “Snow Mountain”. Hier können Kindern klettern und rutschen. Meine Freundin wird ganz wehmütig, sie war als Kind oft mit ihren Großeltern hier. Mich erinnert der “Snow Mountain” an die Bullerberge in Planten un Blomen in Hamburg, sogar der Geruch ist ganz genau so (dieses warme Plastik in der prallen Sonne…). Leider hab ich gar kein Foto gemacht, es war aber auch kein Foto-Ausflug, sondern unser Gespräch stand im Vordergrund, zum Beispiel mit eben dieser Erkenntnis, dass es außer vielen Unterschieden auch viel Vergleichbares gibt.

Pavillons

Jedenfalls wird es viel ruhiger, als wir den Rummelplatz hinter uns lassen, obwohl der Taoranting-Park gut besucht ist.

Der heutige Park wurde 1952 errichtet. 1985 wurde der Park renoviert und 36 originalgroße Nachbildungen berühmter Pavillons aus ganz China im Park verteilt. Allein das lohnt sich für einen weiteren Ausflug, dann mit dem Fokus aufs Fotografieren. :)

Einer der Pavillons auf einem Hügel im Pekinger Taoranting-Park.

Aktives Parkleben

Eine Weile beobachten wir diese Gruppe, wie sie ihre Instrumente (aufeinander ab-) stimmen. Meine Begleitung erklärt mir Erhu und Pipa. Wir hören noch eine Weile zu und schlendern dann weiter.

Park-Orchester - Pekinger Bürger musizieren gemeinsam im Taoranting-Park

Später kommen wir an dieser Plattform vorbei. Die wurde eigens nachträglich für die Tänzer, die sich täglich hier treffen gebaut.

Plattform mit Tänzern im Taoranting-Park

Es gibt Spieltische, überall wird solo oder in kleinen Gruppen TaiChi gemacht.

Der See

Besondere Anziehungskraft hat natürlich der 16 ha große See. Hier sind die Elektro- und Tretboote besonders beliebt. Wir setzen uns in einen der Pavillons am Wasser, wo es etwas kühler ist. Zum Glück gibt es noch keine Mücken, die sind dieses Jahr spät dran und nicht so zahlreich – hoffentlich bleibt das so!

See im Taoranting-Park

Blick über den See auf die Xiehu Bridge

Im Winter soll es sich hier prima Schlittschuhlaufen lassen.

Chinesischer Pavillon am See mit blauem Elektroboot davor

Einer der Pavillons am See

Das Nonnenkloster…

Wir steuern das Cibei Nonnenkloster an, welches auf einer Insel in der Mitte des Sees liegt und über Brücken zu erreichen ist. Hier ist auch der für den Taoranting-Park namensgebende Taoran-Pavillon.

Während der Qing-Dynastie war das ein Ort für Gelehrte und Literaten. Zu der Zeit waren die meisten Parks und Gärten den kaiserlichen Familien vorbehalten. Wie man sieht: nur drei Dachreiter (je mehr, desto mächtiger die Bewohner, nur in der Verbotenen Stadt gibt es auf der Halle der Höchsten Harmonie elf Dachreiter).

… und die Kommunisten

Fast hätte ich Kloster und Ausstellung nicht besuchen können – hier wird wieder eine App eingesetzt, die ohne Chinesischkenntnisse schwer zu durchschauen ist. Zum Glück kann meine Begleitung einfach zwei Tickets kaufen – Glück gehabt.

Es riecht nach frischer Farbe, die Ausstellung ist ganz neu eröffnet. Passt, denn jetzt starten überall die 100-Jahr-Feierlichkeiten zum Jubiläum der Kommunistischen Partei Chinas.

Hier haben sich 1919 Mao, Zhou Enlai und Li Dazhai getroffen und gearbeitet. Leider sind nur einige wenige Schilder übersetzt. Schade. Ich muss nämlich gestehen, dass mich die allermeisten Geschichtsbücher langweilen (das muss doch auch interessanter und spannender zu erzählen sein!), dass es mir aber großen Spaß macht, an Originalschauplätzen und Museen etwas dazuzulernen. Das ist dann zwar nur häppchenweise, sicherlich hier und dort auch mal ideologisch eingefärbt, unsystematisch, unvollständig, unstrukturiert – aber ich strebe ja auch keinen wissenschaftlichen Abschluss an, sondern möchte nur mehr über das Land lernen, in dem ich lebe. Und dafür sind solche Ausstellungen und Museen wirklich super, ist halt nur schade, wenn man an der Sprache scheitert. Unsere Denglisch-Chinglish-Kombi ist da leider auch an Grenzen gestoßen.

Neben der Foto-Ausstellung kann man schließlich noch einen Blick in diese Halle werfen.

Zum Abschluss noch mal ein Schild mit Politlyrik!

Die Dekorationen außen an der Halle sind aber ganz unideologisch und objektiv hübsch!

Inzwischen hat es sich zugezogen, ein Gewitter ist im Anmarsch und über eine der Brücken gehen wir von der Mittelinsel zurück zum Ausgang.

Hier werde ich sicher bald noch mal wieder hinkommen. Meine Liste “wohin” wird tatsächlich wieder länger und länger.

 

Das Pekinger Olympiagelände ist riesig. Bisher war ich nur im südlichen Teil unterwegs, wo sich das Bird’s Nest und der Watercube befinden. Heute habe ich das Postkartenwetter ausgenutzt, um mich mal ein Stückchen weiter nördlich umzusehen, vielleicht bis zum Olympic Forest Park.

An diesem “kleinen” Kreisverkehr denke ich immer, ich wäre fast da, aber es ist doch noch ein Stück – ich unterschätze die Entfernungen hier immer noch.

Stau am 4. Ring, aber die gut ausgebauten Straßen sind relativ leer. Am Pangu Plaza (beherbergt auch ein “7 Sterne” Hotel; eines der ersten, die zu Beginn der Pandemie geschlossen hatten) wird offenbar gebaut.

Habe ich erwähnt, dass ich mich bei den Entfernungen hier gern vertue?

Auf den Fotos kommen die Berge gar nicht richtig raus.

Blick auf Linglong Pagode, Olympic Tower und Bird’s Nest:

Da ich heute ja den nördlicheren Teil erkunden möchte, fahre ich erstmal ein Stück am Ring entlang und dann auf der Ostseite des Geländes weiter. Pro-Tipp: Nicht verfransen (das kann angesichts der Unterführungen schon mal passieren…), man müsste eine Ewigkeit am 4. Ring entlang nach Westen fahren, bevor man ihn überqueren und zurückfahren kann. Zu Fuß oder mit einem Fahrrad nicht so wild, dafür gibt es Brücken – für den Scooter sind die mir zu steil bzw. der Scooter zu schwer.

Danach ist auf den Straßen so viel los, dass ich lieber erstmal auf Strecke und Verkehr achte. Schließlich parke ich den Scooter in der Nähe des Science & Technology Museums (Riesenkasten, müsste man sich eigentlich auch mal ansehen).

Und dann kommt Urlaubsfeeling auf.

Blick in die andere Richtung:

Ich komme am Zugangsweg zum Olympic Tower vorbei, der übrigens erst nach Olympia 2008 gebaut wurde (2011-2014, eröffnet anlässlich meiner Ankunft in Peking im August 2015). Hoch will ich heute nicht, hatte ich auch gar nicht auf dem Zettel, denn ich möchte ja in Richtung Olympic Forest Park. Im Nachhinein blöd, die Sicht müsste heute gigantisch gewesen sein (falls denn überhaupt geöffnet war, es sah eher trostlos und verlassen aus).

Unten am Wasser ist es echt nett. Dann kommt aber wieder eine etwas breitere Straße und ein Parkplatz – und erst danach beginnt der Forest Park, der um einiges größer ist als das hinter mir liegende Gelände, dafür werde ich erheblich mehr Zeit brauchen (und mehr Wasser und Sonnenschutz…). Wie war das mit den unterschätzten Entfernungen…? Also drehe ich um.

Üblicherweise werden diese Leihräder ja in großen Rudeln abgestellt, hier steht mal eins ganz alleine.

Nochmal der Blick zurück in Richtung Tower. Und ja, das Knattern gehört tatsächlich zu einem Hubschrauber, sieht man in Peking nicht oft.

Der flog da seine Runden, im großen Bogen immer um das Olympiagelände herum.

Mit dem Scooter tuckere ich dann nochmal über diese Brücke – das ist schon eine nette Aussicht.

Ich erwische den Hubschrauber aus der Nähe. Da ist der bestimmt schon vier-, fünfmal seine Runde geflogen.

Dass derzeit die Berge fast immer in Sicht sind, find ich klasse. Das heißt nämlich auch: gute Luft.

Und nochmal. Wie gesagt, Hubschrauber sieht man in Peking nicht so oft wie in Hamburg.

Nun mache ich mich aber wirklich auf den Rückweg. Die Straße direkt am Vogelnest ist beinah leer, aber sobald ich am Ring ankomme, tobt das übliche Feierabendsverkehrschaos (und ich nehme wieder eine falsche Unterführung, was mir einen längeren Umweg beschert).

Jetzt habe ich wieder mehrere Dinge auf dem Zettel: Olympic Tower, Olympic Forest Park – und den Yuan Dadu City Wall Relics Park, an dem ich auf dem Rückweg vorbeigekommen bin. Es ist also nicht so, dass meine “Anguck-Liste” kürzer wird, sondern es kommt im Moment wieder immer mehr dazu. Und das finde ich richtig gut, dass es immer noch so viel zu entdecken gibt.

Update am 6.6.2021: Karte

Ich habe eine Map erstellt, damit man sich die Entfernungen etwas besser vorstellen kann (für Beschriftungen am PC/Laptop mit der Maus über die Ziffern gehen, bei kleineren Monitoren Legende unterhalb des Bildes):

1
2
3
4
5
6
1

Hier bloß nicht verfahren… ;)

2

Bird’s Nest

3

WaterCube

4

Linglong Pagoda

5

Science & Technology Museum

6

Olympic Tower

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Rund um den Shichahai gibt es abends viel zu sehen und entdecken. Dabei geht es am Qianhai etwas ruhiger zu als am Houhai, wo im Barviertel das Leben tobt.

Kurz zur Lage und Geschichte

Shichahai – das sind die “Drei hinteren Seen”. Der Vordere See (Qianhai) und der Hintere See (Houhai) sind durch die über 500 Jahre alte Yinding-Brücke voneinander getrennt (und die Ufer dadurch verbunden). Nordwestlich schließt sich der dritte See an: der Xihai (Westsee).

Man könnte das “shi” – anders geschrieben und ausgesprochen – auch auf die zehn Tempel beziehen, die rund um die Seen liegen.

Abendstimmung am Qianhai

Hier entstand schon während der Jin-Dynastie im 12. Jahrhundert ein florierendes Viertel. Während der Yuan-Dynastie (1271 – 1368) war hier einer der Endpunkte des Kaiserkanals (auch: Großer Kanal), der Peking mit Hangzhou verbunden hat. Damit wurde Shichahai einer der wichtigsten Handelsbezirke Pekings, über den Kaiserkanal wurde Peking fast 600 Jahre mit Reis (und vielem anderen) versorgt. Als die Wasserstraße an Bedeutung verlor (sich verändernde Flussläufe, Trockenheit in Nordostchina, die Konkurrenz durch die Eisenbahn) blieb die Lage dennoch attraktiv, nicht nur wegen der Nähe zum Palast, den Prinzenresidenzen und Tempeln. Gewässer sind rar in Peking, das macht die Seen hier so besonders.

Heute ist Shichahai ein beliebtes Touristenziel, aber auch für die Naherholung der Pekinger sind die Seen samt Umgebung wichtig. Hier wird musiziert und getanzt, eine größere Gruppe trifft sich immer abends auf dem Platz in der Nähe des Lotosmarktes am Südüfer des Qianhai. Man sieht Angler, manchmal Schwimmer. Normalerweise kann man sich Boote mieten, jetzt im Corona-Jahr blieben die Boote des Qianhai im Winterquartier. Am Südwestufer des Qianhai wurde gerade erst die Restaurant”meile” renoviert, das sieht (wegen Corona?) noch relativ unfertig aus. Am See gibt es aber auch einige Pekinger Traditionsrestaurants. Mehr los – fast normaler Trubel, aktuell nur ohne ausländische Touristen – ist am Houhai.

Fotogruppen-Ausflug

Gestern Abend war ich mit der Fotogruppe dort verabredet. Ich bin etwas früher von zuhause losgekommen, und habe noch ein bisschen Dämmerung mitbekommen.

Boot auf dem Qianhai

Wenn ich allein mit Stativ irgendwo in Peking herumstehe, werde ich immer angesprochen.

Diesmal bekam ich den Tipp, die nächste Dämmerung vom Lotosmarkt aus einzufangen, dann wäre der See einzigartig blau. Das muss ich tatsächlich bald mal ausprobieren!

Aber so gefällt es mir dort auch echt gut.

Erst friedliche Abendstimmung…

Schließlich habe ich fix zusammengepackt und bin zum Treffpunkt der Gruppe hinübergegangen. Inzwischen war es dunkel. Wir sind zuerst noch mal zurück zum Qianhai. An “meinem” Platz hatte sich inzwischen ein Musikant eingefunden.

Musikant am Qianhai

Ein wirklich schöner Spätsommerabend. Nur die Mücken waren etwas nervig. Nachdem etliche Bilder im Kasten waren, sind wir weiter in Richtung Houhai gegangen.

Die Yinding-Brücke

Yinding-Brücke

Die Yinding- (Silberbarren) Brücke hat ihren Namen nach den alten Silberbarren, die lokales, individuell gefertigtes Zahlungsmittel im kaiserlichen China seit der Qin-Dynastie waren.

Die Brücke wurde 1984 restauriert und 2011 noch einmal verbreitert und ist sowohl schönes Motiv als auch Aussichtspunkt.

… dann quirliges Nachtleben

Es geht los mit Restaurants und Souvenir-Läden (von denen es in den Seitenstraßen noch viel mehr gibt, und durch die man auch unbedingt durchspazieren sollte).

In den klitzekleinen Bars, die sich dicht an dicht am Seeufer drängen, gibt es leicht überteuertes Bier, überall stehen Livebands auf der Bühne.

Wir bummeln schließlich durch eine der Seitengassen, an der historischen kaiserlichen Post vorbei – ein kleines Museum und Laden, den man auch besichtigen könnte. Aber wir wollen noch weiter ins Café Zarah zur Vernissage von “Time Capsule” von Mica.

Ein letztes Bild schieße ich noch.

Im Zarah gibt uns Mica eine Einführung zu seinen Bildern und beantwortet geduldig alle Fragen. Bei leckeren Caipis lassen wir einen wundervollen Sommerabend ausklingen.

Der Samstag war kalt, feucht und grau, ideal um den SUB (Stapel ungelesener Bücher) zu schrumpfen. Gestern Kontrastprogramm: sonnig und warm, also nichts wie raus. Diesmal habe ich mich stadtauswärts aufgemacht: zum Civil Aviation Museum (Museum der zivilen Luftfahrt). Das liegt – naheliegend – in Richtung Flughafen an der Seitenstraße des Airport Expressways.

Auf dem Weg komme ich erst an dieser für Peking typischen Kreuzung vorbei.

Aber ein paar Minuten später ist es beinah ländlich – wenn man verdrängt, dass links daneben der Airport Expressway verläuft, Lärmkulisse inbegriffen.

Nach zehn Kilometern bin ich am Ziel:

Health Code Scannen, Pass vorzeigen (Eintritt ist frei, aber die Passnummer wird registriert) – und hier, das Ticket.

Noch fix durch den Sicherheitscheck – und nun viel Vergnügen. :)

Das Wetter ist so schön, dass ich mir erst die draußen ausgestellten Flugzeuge ansehe.

Cessna 650 Citation VI, frontal im Civil Aviation Museum, Beijing

Cessna 650 Citation VI

Die Ausstellungshalle, die wie ein kleiner Flughafenterminal aussieht, muss noch warten.

Als nächstes folgt eine Dreiergruppe: zwei Lissunow Li-2, in der Mitte eine Curtiss C-46. Gemeinsam haben sie, dass sie aus den 40er Jahren stammen und keine Druckkabine haben.

Flugzeuge aus den 40er Jahren

Lissunow Li-2 im Beijing Civil Aviation Museum

Lissunow Li-2

Bei der C-46 habe ich spontan gedacht, was für ein plumper Vogel. ;) Zu ihrer Zeit soll sie aber das größte zweimotorige Flugzeug der Welt gewesen sein.

C-46, dahinter Li-2 im Beijing Aviation Museum

C-46, dahinter Li-2

Unterm Flügel der C-46

Der Flughafen ist nur rund 7 Kilometer entfernt, das gibt dann auch ganz interessante Perspektiven.

An einem Bürogebäude vorbei geht es weiter zur nächsten Gruppe.

Vorne A310, dahinter Trident 2 und Bae-146

Der Airbus war 1983 das erste nach China importierte Großraumflugzeug. Nachdem diese Maschine außer Dienst gestellt wurde, hat Airbus die Maschine zurückgekauft und dann dem Museum übergeben. Die Trident war das “special plane” für “central leaders of China”.

Das Museumsgebäude hat was!

Mal eine andere Perspektive…

Vögel sind an Flughäfen ein großes Problem, zahlreiche Maßnahmen gegen Vogelschlag müssen ergriffen werden. Hier im Museum natürlich nicht, mir scheint, in den Oldtimern wohnen einige Piepmätze.

Einstöpseln derzeit nicht empfohlen… ;)

Blick in einen Fahrwerk-Schacht.

Als nächstes komme ich zu einer Y-7 und eine Y-7-100, die auf Antonow-Modellen basieren.

Als ich weiter gehe, fällt mir diese zurückhaltende Beflaggung auf. ;)

Nochmal ein Blick zurück auf den A210, Trident und Bae-146-100.

Der nächste Flieger ist keine MiG, stammt aber davon ab: eine FT-5, Trainingsversion der Shenyang J-5A. Und weil es ein Lehr-Flugzeug ist, darf es auch im Museum der zivilen Luftfahrt stehen.

Daneben steht ein Doppeldecker: eine Nanchang Y-5, basierend auf der Antonow An-2.

In der DDR flogen bis zuletzt solche “Traktoren der Lüfte”.

Nun geht es in die Museumshalle hinein. Anders als draußen, wo alle Schilder zweisprachig sind, ist hier ausschließlich Chinesisch beschildert.

Es gibt einen Demo-Tower und Flugsimulatoren, aber alles außer Betrieb. Schade.

Aber auch so gibt es genug zu gucken, von der Decke hängen verschiedene Modelle.

Vor allem interessiert mich aber die Iljuschin-IL14 (hinten im Bild).

Aber den Rotor guck ich mir dennoch an.

Ich nähere mich der IL-14.

Dies ist das einzige Flugzeug, das man hier boarden kann: es handelt sich um die Maschine Mao Zedongs.

Wie hier sind es vor allem Familien mit kleinen Jungs, die das Museum besuchen…

Dann reicht es mir auch erst einmal und ich mache mich auf den Rückweg.

Informationen

Civil Aviation Museum, Adresse: 200 Capital Airport Side Road, Chaoyang.

Eintritt frei, Reisepass benötigt.

Hinkommen: Didi kennt die Adresse, es gibt einen Parkplatz direkt am Eingang, auch Bikes aller Art kann man abstellen. Die nächstgelegene Metrostation ist rund 5 km entfernt (Maquanying), von daher nicht empfehlenswert. Der Bus 359 hält hier (fährt ab Dongzhimen etwa eine halbe Stunde).

Lange sah es so aus, als kämen Prinz Gong und ich nie zusammen: beim ersten Versuch haben wir vergessen, dass Montag alles geschlossen ist, dann kamen Bauarbeiten, Verlängerung der Bauarbeiten, Corona… Jetzt hat es endlich geklappt. Ich habe so viel darüber gelesen, bin so oft außen dran vorbei gefahren – ich war echt gespannt.

Die Residenz des Prinzen Gong in der Nähe des Shichahai gilt als eine der schönsten und am besten erhaltenen kaiserlichen Residenzen der Qing-Dynastie.

Die Anlage ist in zwei Teile gegliedert: vorne die prunkvolle Residenz mit über 30 Gebäuden; hinten ein bemerkenswerter Garten, eher ein kleiner Park, der mit dem Roman „Der Traum der Roten Kammer“ in Verbindung gebracht wird.

 

Auf dem Weg fällt mir auf, wie voll die Stadt ist und wie viele Touristengruppen unterwegs sind. Auch die Rikschafahrer sind wieder überall in der inneren Stadt zu sehen.

Ich muss zugeben, ich bin doch erleichtert, dass wirklich geöffnet ist und dass ich auch problemlos hineinkomme: als Ausländerin nur den Health Code Scannen und durch das erste Tor gehen, links halten und am Ticketschalter den Reisepass vorzeigen, bezahlen, fertig.

Dann geht es durch das nächste Tor mit Sicherheits- und Taschenkontrolle. Ich bin fast ein bisschen überrascht, dass es so voll ist – und gleichzeitig froh drüber, weil es so normal ist.

Das Ausleihen eines Audioguides ist etwas komplizierter, Scannen eines QR-Codes, Menü ausschließlich Chinesisch,  aber die Kassiererin ist geduldig und schließlich klappt alles und ich kriege zu jedem Gebäude die wichtigsten Informationen ins Ohr geflüstert.

Auch wenn ich mich gerade noch gefreut habe, dass es so schön normal-voll ist – in den Gebäuden vorne ist es mir zu gedrängt, so dass ich da relativ achtlos dran vorbeigehe.

Einen Blick auf das Modell werfe ich aber noch.

Sightseeing ist anstrengend.

Wie in so vielen Sehenswürdigkeiten sind auch hier viele junge Leute in Kostümen unterwegs.

In lasse den vorderen Teil mit den Hallen hinter mir und komme zum Garten. Hier das Western Style Gate:

Der Garten ist wirklich nett angelegt: künstliche Hügel, gewundene Pfade. Oh, und eine kleine Mauer, die an die Große Mauer erinnern soll.

Anders als bei der Großen Mauer darf man hier aber nicht entlanggehen.

Wenn man ein bisschen wartet, kann man zwischen den Touristengruppen diesen Pavillon auch (fast) ohne Leute aufs Bild bannen.

Aber nur kurz zur Seite gedreht, sieht es so aus: voll.

Ich gehe den Hügel hinunter, ein paar Schritte an diesem Wasserlauf entlang…

… um zum fledermausförmigen Teich weiterzugehen. Die Fledermausform kann man von untern allerdings kaum erkennen.

Ich komme am Gemüsegarten vorbei.

Es blüht natürlich auch überall.

Hier kann man ein wenig die verwinkelte, hügelige Anlage erkennen.

Ich schlage einen Bogen und komme noch mal zum Western Style Gate, wo es sich gerade ein bisschen staut.

Gucke ich mir halt die Blumen genauer an, bis sich der Stau aufgelöst hat.

Für mich sind die Feuerlöscher etc. ja auch immer ein Hingucker.

Ich sehe mich weiter um. Auch im Gartenbereich gibt es Pavillons und Gebäude, die vielleicht kleiner sind als die Hallen im vorderen Bereich, aber grüner. Hier zum Beispiel mit Bambus, hier war ein Frauen-Gemach.

Fand ich sehr idyllisch, hab aber auch einen günstigen Moment zwischen zwei großen Gruppen erwischt.

Auch der nächste Hof wieder hübsch grün, hier mit Blauregen und Pfingstrosen – noch nicht erblüht, das würde ich tatsächlich gerne sehen.

Hier stehe ich unter dem Blauregen und gucke in die andere Richtung.

Ich komme zu einem größeren Gebäude.

Dabei handelt es sich um ein Peking-Opernhaus, was wohl besonders groß und komplett indoor ist (anders als z.B. im Sommerpalast) und auch für seine besonders gute Akustik gelobt wird. Hier wird aber gerade gebaut.

Der Audioguide erzählt etwas vom Bananengarten und drei großen Bananenbäumen. Naja, vielleicht mussten die neu gepflanzt werden, weil der Pekinger Winter eigentlich zu kalt für Bananen ist.

Die Mondtore finde ich immer noch besonders schön.

Eines der hintersten Gebäude – die Fledermaushalle – fällt durch ein anderes Dekor auf – dieser Stil soll aus Hainan kommen. In dieser Halle befindet sich heute ein Teehaus, aber mir ist es zu voll und die Schlange zu lang. Das werde ich ein anderes Mal versuchen.

Was zum Schmunzeln gibt es auch noch: auch hier kommt wieder das allgegenwärtige, universell einsetzbare Klebeband!

Auf diesem Hügel (der auch dazu gedacht war, den Mond zu bewundern) gibt es einen klitzekleinen Tempel mit dem Fu-Zeichen (Glück), dass der berühmten Kalligraphie von Kaiser Kangxi nachempfunden ist. Wenn man hier betet und mit dem Glückszeichen im Rücken die Rampe hinuntergeht, begleitet einen das Glück.

Hier an dem Teich steht auch ein größeres Gebäude, wo man sich mit Fu-Zeichen in allen Variationen und sonstigen Mitbringseln eindecken kann.

So langsam bewege ich mich in Richtung Ausgang. Lohnt sich immer, auch mal nach oben zu gucken, Dachreiter und Deko haben schon was!

Auf dem Vorplatz ist immer noch viel los, und es warten immer noch Gruppen auf Einlass.

Ja, das war also mein erster Eindruck von Prince Gong’s Mansion. Demnächst werde ich mit der Fotogruppe wieder hier hin gehen, mal sehen, was mir dann ins Auge fallen wird.

Mehr Infos gibt es auf der offiziellen Webseite. Oben rechts auf der Seite kann man Englisch auswählen, die Seite nervt allerdings mit unsinnigen Animationen, lieber den Browser die chinesische Seite übersetzen lassen.

Frühling in Pekings Botanischem Garten – für mich gehört das hier dazu! Und dies Jahr hat auch Corona nicht dazwischengefunkt.

Mit der Fotogruppe war ich gestern dort. Bei der Abfahrt hat es noch geregnet, eine Stunde später bei der Ankunft war es trocken. Und im Laufe des Tages hat sich dann auch die Sonne durchgesetzt.

Vorab hieß es, Ausländer könnten nicht über die Ticket-App buchen, sondern müssten ihren Besuch vorher telefonisch ankündigen, was ich dann auch getan habe, ein bisschen Nervosität blieb trotzdem. Vor Ort war es dann aber völlig problemlos: ganz normal Tickets am Schalter kaufen.

Zu Beginn war es noch etwas trüb, aber den Blick über den See finde ich trotzdem schön.

Nicht weit vom Eingang wird schon gepicknickt.

Grau und trüb? Egal, die Damen haben extra fürs Foto die Sonnenbrillen aufgesetzt.

Über die frisch geschossenen Bilder wird sich auch sofort rege ausgetauscht.

Das korrekte Posing ist wichtig! Und Sonnenbrillen sind heute ein wetterunabhängiges Accessoire. Schirme braucht man allerdings sowieso immer!

Und hier startet eine kleine Prozession, die natürlich geknipst und gefilmt wird.

Okay, wir wollen im Botanischen Garten natürlich nicht nur Leute, sondern auch Blüten gucken. Die Vielfalt der Tulpen ist beeindruckend, sowohl in den Farben als auch den Formen.

Diese Herren gehen in Formation ins Gewächshaus. Dem sind wir aber nicht weiter auf den Grund gegangen.

Dieser reizende ältere Mann hat vorm Pfingstrosengarten performt – Tai Chi-Tanz. Er ist uns später noch an einem anderen Platz begegnet.

Der Pfingstrosengarten ist wirklich hübsch an einem Hügel angelegt. Es ist nicht nur schön anzusehen, sondern es duftet auch intensiv. Oh, und natürlich: Schwerstarbeit für die Bienen.

Bis diese Dame und der fotografierende Gatte mit der Pose zufrieden waren, sind bestimmt 20 Minuten verstrichen.

Weiter ging es hügelaufwärts.

Hier ist deutlich weniger los. Wir genießen den Waldspaziergang am Bach entlang.

Und wieder Pfingstrosen. Weiße, in allen nur denkbaren rosa- und lilatönen, gefüllte und offenere Formen, mehr oder weniger stark duftend.

Die ersten Sorten stehen in voller Blüte. An einem anderen Hain sind die Knospen noch fest geschlossen. Und an manchen Pflanzen gibt es voll erblühte und geschlossene Knospen gleichzeitig.

Die bunte Bimmelbahn fährt lärmend – abwechselnd Musik und Durchsagen – durch den unteren Teil des Parks. Es fahren auch elektrische Shuttle Busse vom Südosteingang zum Wofo-Tempel hinauf, die sind zwar nicht so bunt, aber sie machen auch Lärm.

In der Sonne leuchten die Tulpen noch schöner als vormittags.

Geht das nur mir so, weil ich aus dem Flachland komme? Bergblick entzückt mich immer.

Trotz Tulpen und Windmühle: wir sind immer noch in China, nicht in Holland!

Die Tulpenvielfalt habe ich ja schon angesprochen… “Falsche” Tulpen in einem Feld gefallen mir aber auch.

So langsam müssen wir uns auf den Rückweg machen und gehen durch den Rosengarten (die Rosen sind noch nicht soweit) zum Ausgang zurück. Auch hier mag ich wieder den Blick in Richtung Berge.

Das war wirklich wieder ein schöner Tagesausflug.

Anders als bei meinem ersten Besuch 2016 sind rund um die Tulpenbeete nun hässliche Metallgitter aufgestellt, vereinzelt schlüpfen Kinder durch und ganz Entschlossene steigen auch da rüber. So sind aber tatsächlich deutlich weniger Leute mitten in den Blumenfeldern.

Die Fahrt ist immer noch weit, es gibt inzwischen allerdings mehr ausgeschilderte Parkplätze, falls man kein Taxi oder die Metro nimmt. Diese hält jetzt direkt am Südosteingang.

Der Dino-Park ist blickdicht eingezäunt, entweder wird er abgerissen, renoviert oder umgestaltet, mal sehen.

Es gibt weniger fliegende Händler, doch nach wie vor gibt es ein paar Buden.  Aber es ist immer noch laut: die Parkbahn und die Shuttles, Lautsprecherdurchsagen. Und es ist immer noch beliebt, selbst laut Musik zu hören, Kopfhörer sind überflüssig.

Was es – vermutlich Corona-bedingt – nicht gibt: Kinder- und Schülergruppen.

Es hat mir wieder so gut gefallen, ich habe immer noch nicht alle Ecken des Parks entdeckt. Ich glaube, ich sollte vielleicht zur Rosenblüte wieder hinfahren.

Skywalk in China

Flying Saucer in the Shilinxia Scenic Area

Überraschung: Plattform geschlossen

Das Wetter ist hier aktuell perfekt, getoppt von objektiv guter Luft, da war klar: raus aus der Stadt, irgendwo rauf und Aussicht genießen. Mit meinem Besuch und meiner Freundin bin ich gestern zum Flying Saucer in der Shilinxia Scenic Area im Pingu District gefahren, eineinhalb Stunden von uns entfernt. Vorher hab ich noch im Internet geguckt: keine Berichte über Schließungen oder ähnliches. Und trotzdem war die Glasbodenplattform gesperrt. Kann halt passieren in China, vor allem, wenn man auf nur auf Webseiten guckt, weil das eigene Chinesisch für Weibo und Co. zu schlecht ist.

Glasbodenplattform

Flying Saucer

Für mich selbst nicht so wild, ich war ja schon dreimal da, aber schade für meinen Besuch und auch für meine Freundin, die aber nicht so böse darüber war, dass ihr diese Mutprobe erspart geblieben ist. Die Damen am Schalter wussten nichts oder wollten nichts erzählen, andere Spaziergänger erzählten, dass es vielleicht mit dem China-Afrika-Gipfel zusammenhängen könnte und in zwei Tagen wieder geöffnet sei. War für uns dann ja auch egal, wir wollten trotzdem nach oben, auch wenn der Thrill dann halt ausfallen musste.

Viechereien

Unterwegs nach oben haben wir ziemlich viele interessante kleine und nicht ganz so kleine Viecher gesehen.

Änderungen und Wetterschäden

Vor über einem Jahr war ich zuletzt da und es gibt einige wenige Änderungen: Im ganzen Gebiet gilt ein absolutes Rauchverbot, Feuerzeuge werden an der neuen Sicherheitskontrolle am Eingang eingesammelt. Es gibt – allerdings nur im unteren Bereich – viel mehr Bänke und Picknickplätze. Die Toilettenhäuschen wurden modernisiert.

Die lange Treppe in Richtung Wasserfall hat einen Steinschlag-Schutz bekommen und ist dadurch nur noch halb so breit. Die künstlichen Pflanzen gibt es aber immer noch. ;)

Zwei Abschnitte im Gebiet sind aktuell gesperrt, sieht für mich nach Wetterschäden aus.

Seilbahn und Ruhe

Ich mag Seilbahnen. Ich erinnere mich, dass ich bei den letzten Besuchen nicht nur die Aussicht, sondern auch besonders die relative Ruhe beim Seilbahnfahren genossen habe. Diesmal war es grundsätzlich viel ruhiger, weil viel weniger Leute unterwegs waren als damals.

Eine der beiden Seilbahnen

Eine der beiden Seilbahnen

Trotz der Sperrung der Plattform hat sich der Ausflug mehr als gelohnt, das tat richtig gut, raus aus der Stadt zu kommen. Und die Aussicht ist auch ohne Plattform wirklich toll. Ich denke, ich war sicher nicht zum letzten Mal in Shilinxia.

Fotos

Noch mehr Bilder und Berichte gibt es von zwei früheren Ausflügen hierhin: Mai 2016, Juni 2016.

Informationen

Hinkommen

Von Shunyi sind es mit dem Auto ca. 1,5 Stunden, aus der inneren Stadt 20-30 Minuten mehr.

Van mit Fahrer

ca. 1000 RMB – je nach Verhandlungsgeschick…

Bus – ohne Gewähr

Dongzhimen Transport Hub (东直门交通枢纽) – Pinggu Bus Terminal  (平谷汽车站)
Bus No.852

Erster Bus: 6:30; Letzter Bus: 19:30
Fahrzeit: 2 Stunden( 19 Stopps)
Ticket: 16 RMB

Pinggu Bus Terminal  (平谷汽车站)- Pinggu Shilixia Scenic Area ( Glass Sightseeing Platform) 石林峡
Bus No.25

Erster Bus: 6:30; Letzter Bus: 19:30
Fahrzeit: 30 Minuten ( 11 Stopps )
Ticket: 6 RMB

Eintritte

Den Eintritt für das Gebiet zahlt man am Schalter unten im Tal, den für die Seilbahnen und den Flying Saucer jeweils direkt vor Ort.

78 RMB Scenic Area
50 RMB one way für die kurze Seilbahn
100 RMB one way für die lange Seilbahn
40 RMB für den Flying Saucer

Empfehlung für Rundweg

Nach der Sicherheitskontrolle geradeaus in das Gebiet hinein. An der ersten – langen – Seilbahn vorbei (rechts liegen lassen) und immer am Wasserlauf entlang gehen. Es geht nur minimal bergauf, ab und zu ein paar Stufen oder Brücken, mal ist man links, mal rechts des Bachs, weiter durch eine Schlucht, eine lange Holztreppe hinauf, am Wasserfall wieder auf die andere Seite des Bachs bis zur kurzen Seilbahn. Damit nach oben fahren und man ist fast beim Flying Saucer. Runter dann auf der anderen Seite, eine lange “chinesische” Treppe mit viele unterschiedlichen Abschnitten: Stahltreppe, Holztreppe, in den Fels hinein gehauen. Unterschiedlich hohe Stufen, und es geht rechts und links steil bergab. Zur Erholung dann mit der “langen” Seilbahn ins Tal zurück.

Wasser und Sonnenschutz nicht vergessen

Unten im Tal gibt es Getränkeverkauf und Restaurants – aber gerade in den Sommermonaten braucht man unterwegs viel Wasser, also genug mitschleppen! Auch an Sonnenschutz denken!

Der vorerst letzte gemeinsame Ausflug mit meiner finnischen Freundin, die morgen nach Europa zurückkehren wird, führte uns an den westlichen Stadtrand zum Eunuchen-Museum. Auf die Idee hat uns Ulrikes Beschreibung in ihrem Bambooblog gebracht. Es gibt zwar Schilder, auch die Adresse stimmte perfekt, aber wir waren zunächst doch verunsichert, ob wir richtig sind, denn wir befanden uns in einem engen Hutong am Rand einer Baustelle.

Oh! Die Baustelle war das Eunuchen-Museum bzw. das Grab von Tian Yi, einem bekanntem Eunuchen, der drei Kaisern der Ming-Dynastie gedient hat. Als er starb, wurde er würdevoll beerdigt, viel später kam dann das Eunuchen-Museum dazu.  Aber – immer noch alles Baustelle (davon hatte Ulrike schon 2015 geschrieben), und es kam auch sofort ein Mann auf uns zu, der uns wegscheuchen wollte. Ich habe ihn dann gefragt, ob wir vielleicht vorsichtig einen Blick hineinwerfen dürfen, und dass es so schade sei, weil es doch die letzte Gelegenheit für meine Freundin ist. Und dann lächelte er und wir bekamen eine kleine Führung! Ich hab bei weitem nicht alles verstanden, was er erklärt hat, aber er hat immer wieder auf die detaillreichen Steinmetzarbeiten hingewiesen!

Wer sich für das Eunuchenmuseum interessiert, muss sich noch gedulden: Míngnián 明年 – Nächstes Jahr! Da soll es wiedereröffnet werden.
Adresse: Shijingshanqu, Moshikou Dajie 80 (石景山区, 模式口大街 80). Eintrittspreis war früher 8 RMB, könnte nach der Neueröffnung vielleicht etwas mehr sein.

 

Fahai-Tempel

Nun hatten wir doch noch Zeit, also konnten wir einer weiteren von Ulrikes Empfehlungen folgen und spazierten weiter zum Fahai-Tempel, nur eine Viertelstunde vom Eunuchen-Museum aus durch den Hutong und den Berg hinauf. Als wir uns an einer Ecke suchend umschauten, rief uns ein junger Mann zu: “Fahai si?” und deutete auf den Weg bergauf. Kurz darauf fanden wir auch Wegweiser, und kurz darauf den Tempel, den man eigentlich nicht verfehlen kann.

Am Ticketschalter bedeutete uns der Verkäufer, dass wir uns beeilen sollten, denn in drei Minuten würde die Führung beginnen!  Der Eintrittspreis von 100 RMB ist für chinesische Verhältnisse recht hoch, soll aber dazu beitragen, dass nicht zu viele Menschen die Halle mit den wertvollen Wandmalereien stürmen. Also kletterten wir zügig die Treppen hinauf und standen vor einer großen Halle, wo außer uns nur zwei Chinesen auf die Führung warteten. Wir hatten Glück, denn die Führerin konnte das Wichtigste auf Englisch erklären, überwiegend war die einstündige Führung aber auf Chinesisch.

Absolutes Fotografierverbot! Handys weg! (Oha, und das in China… ;) ) Im Vorraum aufgereiht lagen 20 Taschenlampen nebeneinander aufgereiht auf dem Fußboden. Jeder bekam eine, dann ging es durch einen Vorhang und wir standen im Stockfinsteren. So eine Tempelhalle nur mit einer Taschenlampe zu erkunden, ist ja auch mal spannend! Die Führerin hatte gerade mit ihrer Einleitung begonnen, als sie angefunkt wurde: da kommt noch eine kleine Gruppe dazu. Das gab uns die Gelegenheit, die eigentümliche Atmosphäre des dunklen Tempels zu genießen.

Besichtigung im Dunkeln

Warum dunkel, warum nur diese funzeligen Taschenlampen? Ein Großteil der Tempelanlage wurde während der Kulturrevolution zerstört, aber diese Halle ist erhalten geblieben und mit ihr die Wandmalereien. 500 Jahre alt! Um diese zu schützen, wird das Sonnenlicht ausgesperrt und gibt es keine festinstallierte Beleuchtung. Irgendwann sollten wir alle unsere Taschenlampen ausknipsen und die Führerin hockte sich hin und beleuchtete die Wandmalereien von unten. Da konnte man dann gut sehen, dass eine Art Relieftechnik angewendet wurde. Wenn man so frontal drauf schaute, hatte man das gar nicht wahrgenommen. Die Bilder – siehe unten – habe ich natürlich nicht in der dunklen Halle aufgenommen, sondern in einer anderen Halle, wo Kopien in Originalgröße ausgestellt wurden. Bemerkenswert sind auch die Deckenmalereien, die Mandalas zeigen.

Die Tempelanlage selbst ist ruhig und friedlich, schmiegt sich an einen Berghang.  Von weiter oben hat man einen tollen Blick und sieht die unzähligen Baustellen im Westen der Stadt. Überall verteilt stehen Feuerlöscher, Sand und Schaufeln, ungewöhnlich viele sind es – ein Teil des Tempels ist Ende des 20. Jahrhunderts durch ein Feuer zerstört worden, damit erklärt sich das. Auch zwei uralte Pinien – angeblich über 1000 Jahre – mit weißer Rinde sind bemerkenswert. Alles in allem eine wirklich schöne Anlage, der weite Weg dorthin hat sich gelohnt!

 

Wir haben Besuch, und natürlich steht dann ein Mauer-Ausflug an. Nicht nur, weil es von uns aus der nächstgelegene Mauerabschnitt ist, sondern auch weil weniger überlaufen als Badaling, ging es heute wieder nach Mutianyu. Und es war super, kaum Verkehr (!), schönes Wetter, nicht zu heiß, nicht zu kalt und gute Luft (!).

Mit der guten Luft gab es gute Sicht, und das war dann auch wirklich eine Überraschung für mich, von der Mauer aus, die Lange Unterhose (CCTV Headquarter) und Co. sehen zu können!

Mein Lieblingsablauf: mit der Gondelbahn hochfahren, überwiegend bergab auf der Mauer spazieren und dann mit der Sommerrodelbahn wieder runter. Und noch einmal Glück heute: auch da war wenig los, so dass es auch mal anders als im Schneckentempo runter ging…

Bei dem einen oder anderen Tempel denk ich ja inzwischen “schon wieder?” –  aber zur Mauer könnte ich immer wieder!

 

 

 

 

 

Gestern habe ich zusammen mit der Fotogruppe einen für mich neuen Park entdeckt: den YuYuanTan Park, in Peking auch als Jade Lake Park bekannt. Der Park liegt westlich der Verbotenen Stadt im Haidian District, quasi im Schatten des Fernsehturms. Da gestern Luft und Sicht nicht wirklich berauschend waren, haben wir darauf verzichtet, auf die Aussichtsplattform des Turms zu gehen.

Pekings Fernsehturm

Pekings Fernsehturm

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Der Park ist natürlich nicht neu, zurück geht er auf Kaiser Qianlong, der den See 1773 anlegen ließ. Bis in die 1960er Jahre war der See aber trocken gefallen. Erst dann wurde der Park, so wie er heute ist, neu angelegt.

Wir treffen uns am Westeingang. Was ich völlig verdrängt hatte: sobald es in den Parks blüht, zieht es riesige Menschenmassen dorthin. Na klar, dieser Park gilt als einer der besten Orte, um in Peking die Kirschblüte zu sehen. So ist es nun auch vor den Ticketschaltern gut voll. Viele Gruppen sammeln sich hier, private und offiziellere, Schulklassen und Betriebsausflüge.

Von hier aus kann man dern Stern oben an der Spitze des Militärmuseums sehen und die Sonnenuhr des China Millenium Monuments.

Militärmusum und die Spitze der Sonnenuhr des Millennium-Monuments

Militärmusum und die Spitze der Sonnenuhr des Millennium-Monuments

Es gibt mehrere Bootsverleihe, wo man Tretboote und Elektroboote ausleihen kann (pro Stunde 150 RMB für 4 Personen plus Pfand). Und für 15 RMB pro Person kann man anstatt am See entlang zu laufen das Pendelboot nehmen, das vom Westgate bis zur Brücke in der Mitte fährt.

Pendelboot auf dem See im Yuyuantan-Park in Peking

Pendelboot

Parkleben

Wir laufen aber erst einmal am See entlang. Außer den “Blütenguckern” hat auch das normale Parkleben hier seinen Platz. Zum Beispiel wird hier mit bunten Bändern getanzt.

Dancing Ayis mit bunten Bändern im Yuyuantan-Park in Peking

Dancing Ayis mit bunten Bändern

Was ich ziemlich großartig finde: es gibt einen fest installierten Garderobenständer!

Garderobenständer im Park

An alles gedacht: Garderobenständer im Park

Viele sind es nicht, aber wenn man guckt, findet man da und dort doch auch ein ruhigeres Plätzchen.

Ein Mann sitzt am See im Yuyuantan-Park in Peking

Ein ruhiger Platz

Wir bummeln weiter durch den Park. Es gibt noch weitere Tanzgruppen. Überall, wo etwas blüht, wird posiert und fotografiert. Nicht nur eine Dame hat sich farblich passend zu den rosa Blüten gekleidet! 

Blüte

Ein Chor!

Es wird nicht nur getanzt, sondern auch gesungen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees steht eine große Gruppe Menschen am Ufer und singt. Das Lied wird übers Wasser zu unserer Seite hinübergetragen, überall gut gelaunte Menschen, die so sichtlich den Frühling genießen – ich hab Gänsehaut, so schön ist das.

Ein Chor am See im Yuyuantan-Park in Peking

Hier wird gesungen.

Schließlich überqueren wir die Brücke in der Mitte des Parks. Ich muss dabei ja ein bisschen an die Außenalster (in klein) und die Krugkoppelbrücke in Hamburg denken …

Bogenbrücke im Yuyuantan-Park

Brücke in der Mitte von Park und See

Als wir am anderen Ufer ankommen, ist die chinesische Mittagszeit schon fast vorbei, der Chor hat sich verlaufen. Nur ein Mann sitzt noch da und singt mit warmer Tenorstimme weiter vor sich hin und lässt sich durch nichts und niemanden stören.

Ein alter Herr mit Mütze singt aus vollem Hals am Ufer des Sees im Yuyuantan-Park

Ein Sänger

Jetzt kürzen wir auch ab und nehmen das Pendelboot zurück zum Westgate. 

Fahrt mit dem Pendelboot über den See im Pekinger Yuyuantan-Park mit Blick auf den Fernsehturm.

Fahrt mit dem Pendelboot

Wiederkommen? Ja, auf jeden Fall. Unsere Zeit hat nur für den westlichen Teil des Parks und des Sees gereicht. Mich interessiert jetzt außerdem das Militärmuseum und das Millennium-Monument. Und ich muss herausfinden, wann und wo genau dort die Boote zum Kunming-See, also zum Sommerpalast, abfahren. Ich werde berichten! :)

Fotos

Ich bin in den letzten Jahren beim Stöbern, was ich mir in Peking wohl noch anschauen könnte, immer wieder über den Fünf-Pagoden-Tempel gestolpert. Heute war es dann endlich soweit: ich habe für die Fotogruppe vor Ort nachgeschaut, ob der Tempel derzeit geöffnet ist (meine vergeblichen Versuche, mich mit Prinz Gong zu treffen haben ihre Spuren hinterlassen). Auch Bauarbeiten, Verpackungensaktionen usw. wären für einen Fotogruppen-Ausflug hinderlich.

Wuta Si? Zhengjue Tempel?

Man findet den Ort heute unter verschiedenen Namen, was sich durch die Geschichte erklärt: Der Zhengjue Tempel (“Temple of the Great Righteous Awakening”) war ein buddhistischer Tempel aus der Ming-Dynastie, 1473 erbaut. Zerstört wurde er 1860 während des Zweiten Opium-Krieges und 1900 während des Boxer-Aufstands. Übrig blieb nur die steinerne Pagode in der Mitte: Die Diamantthronpagode.

Wuta Si bedeutet übersetzt: Fünf Pagoden Tempel.

Heute befindet sich rund um die Diamantthronpagode Pekings Steinmetzmuseum: Beijing Stone Carvings Art Museum.

Leicht zu finden

Ich bin bequem mit einem Didi zum Tempel gefahren. Das vorletzte Stück geht es erst durch einen Hutong, indem gerade gebaut wird, und ich habe schon gefürchtet, dass das auch den Tempel betrifft. Das letzte Stück geht es aber dann aber idyllisch unter Weiden am Nanchang River entlang. An einer Fußgängerbrücke steige ich aus. Auf der anderen Seite ist der Nordeingang des Zoos, auf meiner Seite ist der Museumseingang. Auch hier denke ich wieder, oh nein, Bauarbeiten – aber es sind zum Glück nur Baumpflegearbeiten. Das wird bis zum Fotogruppenausflug abgeschlossen sein.

Ich zahle, passiere den Sicherheitscheck und steuere dann direkt auf die Diamantthronpagode zu.

 

Wow! Ja, es ist halt doch ein Unterschied, ob man so etwas auf Bildern oder tatsächlich sieht!

In der Pagode selbst ist Fotografieren verboten, bis auf zwei Buddhas gibt es auch nur Infotafeln und wenig vom Gebäude selbst zu sehen. Die Türme kann man nicht erklimmen. Ich spaziere über das Gelände, blicke in die Ausstellungshallen – ja, hier gibt es mehr als genug tolle Motive für die Fotogruppe. Die Bedingungen heute sind perfekt, ich habe gerade richtig Glück mit dem Wetter: blauer Himmel mit ein paar Wölkchen, gute Luft und gute Sicht.

Ich freue mich jedenfalls, nächsten Monat wieder hierherzukommen, dann auch mit Weitwinkel- und Teleobjektiv im Rucksack.

Fotos

Info

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Wuta Si

Der Fünf-Pagoden-Tempel in Peking (Pin)

 

In den ereignisreichen letzten Wochen habe ich noch gar keine Zeit gefunden, von der Beijing International Garden Expo 2019 – der Weltgartenausstellung – zu erzählen. Unter dem Motto “Live Green, Live Better” gibt es noch bis zum 7. Oktober 2019 Beiträge von 120 Ländern und 120 NGOs zu besichtigen.

Der Ausflug wurde von der Patengruppe organisiert. Wie immer alles gut geplant und für mich angenehm: ich muss mich nicht um Route und Transport kümmern – entspannter geht es nicht. So gerne ich sonst auch alleine unterwegs bin, manchmal weiß ich solche Annehmlichkeiten doch zu schätzen.

Lange Anfahrt

Bei herrlichem Wetter und guter Luft starteten wir morgens um 9 Uhr an der Schule und waren etwa zwei Stunden später in Yanqing bei der Expo. Ein gutes Stück des Weges sieht man von der Autobahn aus immer wieder die Mauer, dort ist der Badaling-Abschnitt – wo ich tatsächlich bisher noch nicht gewesen bin, weil so viele immer davon abraten (zu touristisch!). Das sah an dem Tag aber gar nicht so aus – noch in diesen Sommerferien möchte ich dahin.

Am Expogelände war ich schon am Busparkplatz überwältigt von der der Größe und der Weitläufigkeit – und den Bus-, Auto- und Menschenmassen, die sich aber gut verteilt haben. Zeit und Treffpunkt für die Rückfahrt wurden ausgemacht, und dann zerstreute sich die Gruppe. Schwierige Entscheidung: Wohin zuerst?

Mast mit vielen Schildern auf dem Gelände der Pekinger Gartenbauaustellung

Wohin zuerst?

 

Die vielen verschiedenen Gärten Chinas

Ich habe mir zuerst Chinesische Gärten angesehen. Mittlerweile brannte die Sonne vom Himmel, so dass dort relativ wenig los war. Jede Region Chinas hat ihren eigenen Stil, auch wenn sich manches ähnelt und es wiederkehrende Elemente gibt (Mondtore oder große Steine zum Beispiel). Der Garten aus einer Wüstenregion sieht natürlich anders aus als der der tropischen Insel Hainan.

Blauer Seestern - Deko im Hainan-Garten auf der Pekinger GardenExpo

Deko im Hainan-Garten

Die internationalen Pavillons

Etwas später traf ich am Deutschen Pavillon eine chinesische Bekannte, mit der ich dann den Rest der Zeit zusammen unterwegs war. Den Deutschen Pavillon fand ich enttäuschend, weil er auf mich irgendwie am Thema vorbei wirkte. Direkt am Eingang erst mit einem überlebensgroßen Bild von Julia Klöckner, dann mit Kohlebergbau konfrontiert, anschließend ein paar Fotos von der Renaturierung des Todesstreifens an der Zonengrenze. In der Mitte eine angebliche Stadtoase – ein ziemlich scheußlicher (Stein-)Garten mit viel Kies. Und das, wo es in Deutschland wirklich wunderschöne Gärten gibt. Ganz witzig allerdings: eine Schrebergartenlaube. Auf der Webseite des Deutschen Pavillons liest sich das alles durchdacht und nett, vor Ort fand ich es eher enttäuschend, das wird aber dem ersten Eindruck geschuldet sein.

Schild des Deutschen Pavilons auf der Pekinger Garden Expo

Schild des Deutschen Pavillons

Statt im überfüllten Deutschen Restaurant haben wir dann lieber leckere Shaanxi-Nudeln gegessen, bevor wir uns dann weiter von Pavillon zu Pavillon treiben ließen. Besonders angezogen – und dann auch gefallen – hat uns der Pavillon Qatars.

Qatars Pavillon auf der Garden Expo in Peking

Qatars Pavillon

 

Das Gebäude von einem künstlichen Baum gestützt und getragen, insgesamt eine stimmige Mischung aus Hightech und Tradition (im Inneren waren Marktstände nachgebildet) und auf dem Dach schließlich noch ein großartiger Rundumblick. Doha/Qatar ist übrigens Gastgeber der nächsten Garden Expo 2021.

Mut zur Lücke

Den chinesischen und den internationalen Pavillon habe ich weggelassen – bei beidem war mir die Schlange zu lang, damit wäre die Hälfte des Aufenthalts mit Wartezeit vertan gewesen. Das Gebäude mit den riesigen Sonnenschirm-Blumen war aber auch so ein Hingucker.

Riesige weiße Dekoblumen beim Internationalen Pavillon auf der Pekinger Garden Expo

Schattenspender

 

Im Gedächtnis geblieben ist mir auch der Japanische Pavillon. Draußen Kois und ein Katzenwels Fisch mit Katzenkopf, drinnen alles sehr zurückgenommen. Auch wenn man wie ich sonst gerne üppige Blühendes und Grünendes mag, dieses reduzierte hat doch eine ganz eigene Ästhetik.

Dann war auch schon die Zeit für den Rückweg gekommen. Zum Glück gab es am Treffpunkt Restaurants, so dass wir uns Eiskaffee gönnen konnten – das war bei der Hitze tatsächlich ein unerwarteter Genuss.

Fotos

Weitere Informationen

Weitere Informationen fanden sich auf der offiziellen Webseite der Weltgartenausstellung, die inzwischen eingestellt wurde, so wie auch die Gartenausstellung inzwischen beendet ist.

Viele Fakten liefert dieser informative Artikel von China Heute.

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Am Montag habe ich meinen Besuch zum Südbahnhof gebracht und dort in den Zug nach Shanghai gesetzt. Wo ich schon in der Ecke war, wollte ich mir dort auch etwas ansehen, damit sich die weite Fahrt auch richtig lohnt. So habe ich mich dann für die Marco-Polo-Brücke (Wanping, Fengtai-Distrikt) entschieden. 

Auf dem Weg zum Bahnhof war noch dicke Luft: Sandsturm, so unangenehm, dass selbst im Taxi die Augen brannten und man ständig vom Staub husten musste. Aber die Vorhersage war positiv, also bin ich dann wie geplant weiter zur “Lugou Qiao”, wie die Marco-Polo-Brücke hier in China heißt. Den Beinamen bekam die Brücke, weil Marco Polo sie in einem seiner Reiseberichte voller Begeisterung erwähnt hat. Die Luft wurde tatsächlich besser und am Fluss Yongding He angekommen ließ es sich trotz der Hitze gut aushalten.

Die steinerne Bogenbrücke wurde 1192 fertiggestellt. Besonders bemerkenswert sind die unzähligen Löwen, die oben auf den Brückenbögen sitzen – und alle unterscheiden sich voneinander.

Die Brücke ist aber nicht nur so für sich interessant, sondern auch historischer Schauplatz: Am 7. Juli 1937 trug sich hier der Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke zu, der als Auslöser des zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs gilt.

Ich fand die Brücke wirklich nett anzusehen, dank inzwischen wieder guter Luft mit Blick auf die Berge – und auf die neuen Brücken: Autobrücken über den Fluss und die Eisenbahntrasse auf hohen Stelzen, auf der alle paar Minuten ein Schnellzug fuhr. Das war wieder typisch Peking, Altes und Neues so dicht beieinander.  Viel Wasser führt der Fluss nicht mehr. Der “Cruise Terminal” ist abgeschlossen, auch die Geschäfte waren zu, wirken aber nicht so, als ob sie komplett aufgegeben wären.

Wanping-Festung

Von der Brücke aus sieht man das Westtor der Wanping-Festung. Das war mein nächstes Ziel. Vom Westtor aus führt eine breite Allee zum Osttor, links und rechts kleine Gassen mit bewohnten Courtyards.  Für den Durchgangsverkehr ist die Festung gesperrt – wirkt auf mich wie ein ummauertes Pekinger Hutonviertel, nur die Allee in der Mitte ist halt ungewöhnlich breit. So ist es hier recht ruhig. Vor einem kleinen Geschäft spielt eine Gruppe von Männern chinesisches Schach.

Auf der linken Seite findet sich das Museum des Widerstandskrieges des chinesischen Volkes gegen die japanische Aggression – ein riesiger Klotz, den ich hier so nicht erwartet hätte. Gegenüber ist ein großer Platz.  Es ist Montag, erwartungsgemäß hat das Museum geschlossen. Schade, denn jetzt, wo ich davorstehe, interessiert es mich doch. Dann geht es weiter über die Allee zum Osttor. Auf die Mauer kommt man nicht. Ich gehe durchs Tor und bin wieder mitten im modernen Peking: mehrspurige Straßen, hohe Häuser. 

Ich werde sicher noch einmal dahin fahren – aber nicht an einem Montag. :)

Vor ein paar Monaten wollte ich mit einer Freundin Prince Gong’s Mansion besuchen. Bedauerlicherweise waren wir an einem Montag unterwegs. Montag? Ja genau, montags sind hier alle Museen geschlossen. Hatten wir leider vergessen und sind stattdessen um den nur wenige hundert Meter weiter gelegenen Beihai-See herumspaziert. (Beihai-See ist genau genommen doppelt gemoppelt, weil Beihai Nord-See heißt.)

Gestern war der Tag viel zu schön, um nichts zu unternehmen: Traumwetter, schön warm, aber noch nicht zu heiß, atembare Luft und deutlich weniger flying cotton fluff. Also extremer Pollenflug, als ob es in dicken Flocken schneit, an Kantsteinen, in Winkeln, Häuserecken sammelt sich das dann auch als dicke “Schneedecke”. Vom Management kam auch schon die alljährliche Mail: “never ever under no circumstances burn the flying cotton fluff”! Ich frag mich immer noch, wie man auf die Idee kommen könnte, denn wer das macht, wäre definitiv ein heißer Kandidat für den Darwin-Award.

Déjà vu

Allerdings tobt derzeit in unserer Nachbarschaft ein Verkehrschaos ohne gleichen: zur Zeit findet die AutoShow statt, die weltweit größte Automesse. Egal, ich wollte den schönen Tag unbedingt nutzen! Ich vergewissere mich auf der Webseite, dass heute auch geöffnet ist und drucke mir die Hinweise für die dreistündigen Runde aus. Als ich nach langer Fahrt und kurzem Spaziergang endlich vor den schnieken, gut gesicherten Hallen stehe: geschlossen! Ich habe ein déjà vu, aber heute ist doch definitiv nicht Montag? Vielleicht nur dieser Eingang? Ich biege um die Ecke, nein, auch alles zu. Irritiert stehe ich davor und versuche, die Schilder zu entziffern – irgendwas von März-Mai, arbeiten. Zwischendrin wimmele ich bestimmt fünf Rikschafahrer ab, dann spreche ich einen der Wächter an. Ja, im Mai ist es wieder auf. Schade, aber so wird das nichts mit Prinz Gong und mir. Schade auch, dass auf der Website kein Hinweis auf die Schließung zu finden war.

Alster? Elbe? Beihai!

Allerlei Enten auf dem Beihai

Ich muss aber nicht lange überlegen, was ich nun anstelle. Inzwischen ist es spät am Vormittag, die Sonne brennt, an einem Kiosk schieße ich mir eine Flasche Wasser und bewege mich Richtung Beihai-Park. Dort löse ich nur das Park-Eintritts-Ticket (10 RMB in der Sommersaison, von November bis März 5 RMB), jetzt will ich nichts mehr besichtigen. Schnurstracks gehe ich auf den Bootsanleger zu, der dem Eingang am nächsten ist, aber dort gibt es nur noch Duckboats. Nein danke, ein bisschen Würde muss ich mir doch bewahren!

Ich spaziere entgegen dem Uhrzeigersinn um den See herum. Tretboot? Nein. Lotusboot? Nee. Der Park ist gut besucht, Schüler- und Touristengruppen: bitte alle mal dorthinüber schauen! Der Anleger hinter dem Souvernirshop hat endlich noch freie kleine Elektroboote (100 RMB/Stunde) und ratzfatz fahre ich auf den See hinaus. Ruhe. Frieden. *Huuuuup*Trööt*Meepmeep*

Oh, die “Inselfähre” meckert ein Duckboat an: aus dem Weg! Ich mache einen Bogen darum und lasse mich dann erstmal ein Stück treiben. Hier ist es jetzt wirklich still bis auf das leise Plätschern des Wassers. Herrlich, wie hab ich das vermisst! Ich mag Peking wirklich gern, aber mir fehlt Wasser!

Ich tuckere wieder weiter, werfe einen Blick auf das NCPA, dessen Kuppel die Sonne reflektiert und aus dieser Perspektive auch eine schnöde Sporthalle sein könnte. Ist es aber nicht! Dann geht es nicht weiter, unter den Brücken darf man nicht durchfahren, also umkehren. Jetzt habe ich einen schönen Blick auf den Zhongguo Zun – demnächst fertig, das neue höchste Gebäude Pekings. Dichter dran ist natürlich die Weiße Pagode. Typisch Peking, typisch China – altes und neues auf einen Blick.

Richtig stimmungsvoll wird es, als ich an einem Boot vorbeikomme, auf dem die Damen chinesische Lieder singen – zu schön!

Touri?

Meine Stunde ist fast um, also tuckere ich zurück zum Anleger, hole meine Kaution ab und mache mich auf die Suche nach einem Taxi. Da sich in der Straße am Ausgang alles staut, gehe ich zu Fuß am Jingshan-Park vorbei. Kurz reizt es mich, auf den Kohlehügel zu klettern, aber der Blick auf die Uhr sagt: Rückfahrt! Ein Taxi hält ungefragt und trotz Halteverbot (das gilt rund um die Verbotene Stadt), ist sogar bereit mich nach Shunyi zu fahren – für den Schnäppchenpreis von 300 RMB! Seh’ ich aus wie ein Touri, der drauf reinfällt? Vermutlich ja. :) Ich sage ihm, dass ich seit drei Jahren in Peking bin, er lächelt entschuldigend und fährt weg.

Ein paar Meter weiter werde ich fast von einem in falscher Richtung fahrendem Tuktuk umgefahren: “Lady, where are you going?” Shunyi, bisschen zu weit für ein Tuktuk. Er meint, er hätte einen starken Motor… Nichts wie weg, denke ich mir. Eine Ecke weiter biege ich in eine Straße ohne Halteverbote ein, rufe ein Didi, das sofort kommt und bin trotz Autoshow-Chaos relativ zügig wieder zuhause – und zufrieden wie schon lange nicht mehr. Sollte man sich wirklich öfter gönnen, so eine Auszeit auf dem Wasser!

Fotos

 

Am kommenden Freitag wird der Tianyi-Markt für immer geschlossen. Das ist ein “Smallthings-Wholesale-Market”, quasi ein chinesisches Kaufhaus, nur halt mit einem kleinen Stand am anderen. Mehrere Gebäude, viele Etagen, schätzungsweise 3000 Händler. Da gibt es “alles”, was sich wegtragen lässt: Schnickschnack und Stehrümchen, Geschenkartikel, Haushaltsgegenstände, Kleiderhaken und Regenschirme, Schmuck, Sonnenbrillen, Kostüme, Badekleidung… Endverbraucher und auch Straßenhändler haben dort zu kleinen Preisen einkaufen können. Jetzt, so kurz vor der Schließung, wird beinah alles noch billiger. Man hätte ahnen können, dass es schlimmer zugehen wird als früher im Hamburger Sommerschlußverkauf…

Ich hab daran jedenfalls nicht gedacht, als jetzt eine Freundin fragte, ob wir da nicht vor der Schließung noch hinwollen und hab sofort ja gesagt, um das auch noch mal gesehen zu haben.

Man hätte es ja ahnen können…

Schon etliche hundert Meter vor dem Markt staute sich auf der rechten Spur der Verkehr. An der Markteinfahrt standen Uniformierte und ließen (fast) keinen mehr rein. Wir hatten aber Glück und haben nicht weit davon einen Parkplatz gefunden und spazierten dann durch die knallende Sonne Richtung Markt. Je näher wir kamen, umso wuseliger wurde es.

Der Komplex ist schon ein Hingucker: Elefanten und Giraffen auf dem Dach, da ein paar chinesische Figuren, dort der Weihnachtsmann, ein bisschen wie Disneyland. Hab ich erwähnt, dass es voll war?

Es war dermaßen voll, dass ich gekniffen hab und aus dem Gedränge nach draußen geflüchtet bin. Drinnen hatten Mitarbeiter schon Ketten an den Rolltreppen gebildet, um die Massen zu lenken. Draußen am Eingang konnte ich später beobachten, wie Uniformierte dafür sorgten, dass der frei bleibt und niemand direkt vorm Ausgang stehen blieb. Ich kann mir vorstellen, dass das Gedrängel im Lauf der Woche noch schlimmer werden wird.

 

 

Ich frag mich, was aus den Händlern werden wird – und wo die Kunden künftig einkaufen werden? In den vielen schicken, teuren Malls vermutlich eher nicht… Solche Märkte soll es künftig nur noch außerhalb des 4. Rings geben, das sind dann schon ziemlich weite Wege. Also noch mehr Onlineshopping?

Zum Weiterlesen:

Artikel in That’s Beijing

Achja: Auch der Ladies’ Street Market wird Ende September geschlossen werden: Artikel im Beijinger

Warum diese Märkte geschlossen werden? Die Stadt ist total im Umbruch: kaum mehr Streetfood, keine kleinen Läden mehr in vielen Hutongs, keine Märkte mehr…  Das gehört wohl alles schon zu Jing-Jin-Ji (JJJ), dem Umbau von Peking, Tianjin und Hebei zur Mega-Metropole… (Spiegel-Artikel).

Anfahrt mit Hindernissen

Heute hat die Fotogruppe einen Ausflug in Pekings Botanischen Garten gemacht. Dazu mussten wir in Peking-Pinneberg Hausenden die Stadt zunächst fast halb umrunden. Der Verkehr schien heute eh schon dichter als sonst und je näher wir dem Ziel kamen, umso langsamer ging es voran, an der Autobahnabfahrt ging dann gar nichts mehr und wir sind dann erst eine Abfahrt weiter abgefahren und auf Schleichwegen zum Ziel (danke, liebes Navi!). Ok, ist halt Peking, viel Verkehr und Stockungen gibt es ja immer, ich habe den Stillstand an der Abfahrt (es geht dort nicht nur zum Botanischen Garten, sondern auch zum Duftberg) gar nicht in Verbindung mit den Ausflugszielen gebracht. Beide Ziele “teilen” sich allerdings einige Parkplätze…

Man hätte es wissen können

Botanischer Garten

Botanischer Garten

Die Straße vom Parkplatz zum Eingang war belebt, aber nicht ungewöhnlich voll. Auch die Schlangen am Kassenhäuschen waren übersichtlich, die Souvenir- und Schnickschnackstände ebenfalls ortsüblich. Als wir dann aber durchs Tor in den Botanischen Garten traten, ist mir direkt die Kinnlade runtergeklappt. Ich habe mit einer Handvoll durch den Park schlurfender Studenten gerechnet, aber nicht mit dieser Masse an Ausflüglern. Hallo! Aufwachen! Wir sind jetzt in Peking, in China! Keine Frage, der Park ist sehr schön angelegt, man wird gerade im Eingangsbereich von dem BUNT, der Farbigkeit fast erschlagen, ringsrum die Westberge zum Greifen nah – wirklich schön. Tja, und wie ist es immer in Peking? Richtig: laut! Klar, dass die vielen Menschen miteinander reden, aber viele haben auch ein Kofferradio (!) dabei und hören Opern oder chinesische Schlager, dazu fahren Busse und bunte Züge durch den Park, ebenfalls mit Musik, Ansagen, Gebimmel – die Geräuschkulisse ist unglaublich. Und natürlich liegt der Duft der Blumen und Blüten in der Luft, dazu die warme Sonne auf der Haut: hier gibt es also etwas für alle Sinne, fast schon im Übermaß.

Ich habe ein Foto für Dich. Nein, nicht eins – hunderte.

Yi - er - san - smile!

Yi – er – san – smile!

Offensichtlich mögen Chinesen Blumen und Blüten. Und Fotos, nicht nur von Blumen, Blüten, Pflanzen, Umgebung, Landschaft, sondern auch von sich selbst. Seien es nun Selfies oder Gruppenfotos oder man fotografiert sich abwechselnd gegenseitig. Wenn Du kein Foto hast, ist es nicht wirklich passiert. Wen interessieren Absperrungen, wenn man sich doch richtig in Szene setzen muss? Da wird geposed, was das Zeug hält, da sitzt die Pose bis in die Fingerspitzen. Und das geht durch alle Altersgruppen, es gibt hier keine “Generation Selfie”, hier sind vom Kind bis zum Greis alle mit dabei.

Du merkst, dass Du in China bist, wenn…

Kommt der jetzt auf uns zu???

Kommt der jetzt auf uns zu???

…immer noch einer oben drauf gesetzt wird. Ok, es gibt Souvenirbuden, es gibt Futterbuden, es gibt Wurfbuden, es gibt Kindertrampoline – und es gibt Dinos. Äh, was? Wir wurden gerade von einer Schülerinnengruppe auf Englisch angesprochen und haben uns in einem netten Sprachmixmax mit den Mädchen unterhalten, als ich meinen Blick schweifen lasse und zwischen den Bäumen eine Bewegung wahrnehme. Huch? Ein Brontosaurus?? Nicht so schlimm, der ist Vegetarier, aber was macht der hier? Das Vieh hat tatsächlich Hals und Maul bewegt und sah auf die Entfernung schon recht lebendig aus. Um es kurz zu machen: für 50 zusätzliche Kuai hätte man in einen kleinen Dinopark mit 3D-Kino gehen können. Für die zahlreichen Schulklassen sicher eines der Highlights, für so manches kleinere Kind waren die bewegten T-Rexe sicher ganz schön gruselig, aber hey, stell Dich nicht so, wir müssen erst ein Foto von Dir und dem Dino machen…

Ich habe heute keine Rose, äh, Kirschblüte für Dich

Der Park ist in mehrere Abschnitte unterteilt, da gibt es z.B. einen Magnoliengarten, einen Bonsaigarten, Pflaumengarten, Rosengarten, …, es gibt ein Tropenhaus, ein Teehaus, Tempel,…

Keine Kirschen, kein Cherry Valley

Keine Kirschen, kein Cherry Valley

Die Zeit reichte bei weitem nicht, alles zu sehen. Was wir sehen wollten: Kirschblüten! Sollte diese Woche noch gehen, nächste Woche ginge die Kirschblüte zu Ende – hieß es… Das “Cherry Valley” lag natürlich am entlegensten Ende des Parks, immerhin: bis hierhin haben die Massen es nicht geschafft, es war deutlich leerer in diesem Bereich, der auch schon deutlich hügeliger wurde. Hinter jeder Kurve rechneten wir mit rosa Kirschblütenpracht, aber nix da. Der asphaltierte Weg endete, es ging auf einem schmaleren Holzbohlenweg weiter. Sehr idyllisch alles, aber halt keine Kirschen. Dann sahen wir Treppen und eine Brücke vor uns: oh cool, von da aus kann man bestimmt ins Kirschblütental (!) sehen, kraxelten eilig die Treppen hoch und: nette Aussicht, nur komplett kirschfrei. Ob dann vielleicht hinter der nächsten Treppe und Kurve…?

Aber leider war es schon so spät, wir würden etwa eine Stunde zurück zum Auto brauchen und dann noch mal eine gute Stunde nach Peking-Pinneberg und keine von uns wollte es wegen der vermaledeiten Kirschblüten übers Herz bringen, die Kinder vor verschlossenen Türen stehen zu lassen. Wegen des Staurisikos haben wir allerdings alle drauflostelefoniert und “Notfallpläne” für die Kinder auf den Weg gebracht, war dann aber kein Problem, ich war zwei Minuten vor Ankunft des Schulbusses am Tor.

Vielen Dank an Miriam fürs Organisieren! Und Danke an Barbara und Tanja fürs Fahren, ich bleib bei Taxi, Metro und Fahrrad, ich hab die Nerven dafür nicht…

Fotos

Wer noch mehr Bilder sehen mag – bitte schön:

Infos

Und wer mal hinmöchte:
Botanischer Garten Peking – 北京植物园 – Běijīng zhíwùyuán
Eintritt: 10 RMB, ermässigt 5 RMB; weitere Eintritte für Tropenhaus, Dinodings, Wofo Tempel…
Mehr Infos auf der Website (englisch):  http://www.beijingbg.com/English/index.asp