Gestern war ich mit der Fotogruppe im Alten Observatorium. Die Instrumente oben auf der Plattform sehe ich oft im Vorbeifahren, nur besichtigt habe ich es bisher nicht. War also höchste Zeit, das mal zu machen.

So schlechte Luft wie gestern hatten wir lange nicht (AQI 224), aber so schlimm wie in früheren Wintern ist es zum Glück nicht mehr. Winter? Mollige 18 Grad sind es gewesen (nur nachts geht es schon in den Minusbereich). Im Lauf des Vormittags kam dann auch ein kleines bisschen Wind auf, und Sicht und Luft wurden besser. Von daher doch ganz annehmbare Bedingungen.

Ticket? Nur mit App…

Etwas nervig war es, überhaupt die Tickets zu kaufen. Seit Corona ist Bargeld sowas von out, allerdings ist es auch mit normaler WeChat-Zahlung nicht getan. Viele Sehenswürdigkeiten nutzen die App Meituan, nicht aber das Observatorium. Meituan einzurichten war schon kompliziert genug: nur chinesisch, Passnummer muss eingegeben werden, wobei man copy+paste nutzen muss, weil die chinesische ID-Nummer nur Ziffern vorsieht… Das Observatorium nutzt nun wieder eine andere App – nach viel Herumprobieren hat’s dann geklappt. App-Code reichte aber nicht als Ticket, da gab es dann noch schöne Papiertickets dazu. ;)

Endlich drinnen hat es mich als erstes nach oben gezogen, ich wollte die Instrumente aus der Nähe sehen und gucken, was man von da oben sieht.

Treppe hoch zur Plattform

Richtig ran kommt man an die Instrumente oben nicht – eingezäunt.

Trotzdem ist es klasse, sie aus der Nähe zu bewundern, denn sie sind üppig dekoriert, richtige Kunstwerke. Eine tolle Verbindung von Wissenschaft und Kunst.

Im alten China war die genaue Bestimmung von Mond- und Sonnenstand notwendig für die korrekte Festlegung der Daten des chinesischen Kalenders. 

Wenn man nach unten schaut, kann man den Regenbogen an der Jianguomen Inner Street sehen, die ein Stück weiter nahtlos in die Chang’an übergeht und direkt zum Tiananmen führt.

Danach ging es in den Garten des Observatoriums, in dem auch einige Instrumente ausgestellt sind. Diese sind nicht eingezäunt.

Ich fand das ganz zauberhaft, die herbstliche Stimmung im Garten, die alten Instrumente und dazu der inzwischen blaue Himmel. Und das mitten in der Stadt, gerade mal 3 Kilometer vom Tiananmen entfernt.

Zuletzt ging es noch in den Courtyard, in deren Hallen sich die Museums-Ausstellung befindet.

Mir hat das Alte Observatorium wirklich gut gefallen. Auch wenn ich von Astronomie kaum mehr verstehe, als dass ich Sonne und Mond auseinanderhalten kann, fasziniert mich das sehr. Um mein Bild rund zu machen, werde ich demnächst wohl mal das neue Planetarium besuchen. 

Fotos

Info

Das Alte Observatorium liegt am 2. Ring, direkt an der Metrostation Jiangguomen, Exit C.

Eintritt: 20 RMB – derzeit nur mit App und WeChat bezahlbar. Wenn irgendwann wieder Touristenvisa erteilt werden, wird sich das bestimmt wieder ändern.

Webseite: Pekings Observatorium

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