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Rückblick auf 2021 in Bildern

Letztes Jahr habe ich mit meinem Jahresrückblick auf 2020 das erste Mal an der Fotoparade von Michael vom Erkunde-die-Welt-Blog teilgenommen. Auch dieses Jahr bin ich bei der Fotoparade 2021 dabei. Die Fotoparade gibt es schon seit 2015. Wenn man hier stöbert, kann man tolle Blogs (vor allem Reise- und Fotoblogs, aber nicht nur) entdecken – und natürlich tolle Bilder. Unter den Hashtags #FopaNet und #Fotoparade2021 wird man auch dieses Jahr wieder in den sozialen Medien fündig.

Letztes Jahr war eine Corona-Ausnahme: keine Vorgaben, freie Auswahl der Bilder. Dieses Jahr gibt es als Anregung wieder sechs Kategorien und sechs Zusatzaufgaben und natürlich das schönste Bild des Jahres. Es gibt aber nur eine wirkliche Regel:

„Die einzige, wirklich wichtige Regel ist, dass du einen schönen Beitrag mit deinen besten Fotos 2021 erstellst – mindestens 6 Fotos sollten es sein – und Spaß dabei hast!“

Also gut, ich wühle mich nun durch meine Bilder, finde Bilder, die ich schön finde oder die mir etwas bedeuten und erinnere mich an dieses Jahr. Und das macht wirklich viel Spaß!

Die Kategorien

Licht und Schatten

Bei dieser Kategorie wusste ich sofort, welches meiner Fotos dazu passt – das Gewächshaus im Botanischen Garten, das einen Schatten fast genau auf den Weg drumherum wirft. Im Botanischen Garten war ich in diesem Jahr häufiger, ich mag den zu allen Jahreszeiten total gern (oh – im Winter war ich noch gar nicht dort, das muss ich in diesem Winter unbedingt nachholen). Dies Bild ist im September am Mondfest entstanden.

Tierisch

Hier in Peking kommen mir eher weniger Tiere vor die Linse, wobei ich doch einiges an Vögeln und Schmetterlingen und Hunden fotografiert hab. Ich dachte erst an ein Hunde-Bild, vielleicht ein passend zum Frauchen gestylter oder einer, der auf einem Scooter mitfährt. Aber  dann ging hier gerade durch die Medien, dass einer der Pandas im Zoo versucht hat auszubrechen und über den Zaun geklettert ist. Da war dann klar, es wird ein Panda-Bild aus dem Zoo, entstanden bei einem Ausflug im Juni mit meiner chinesischen Freundin.

Gewässer

Mein Lieblingsgewässer in Peking ist der Shichahai – die drei hinteren, miteinander verbundenen Seen Houhai, Qianhai und Xihai. Zentral im alten Peking gelegen, umringt von historischen Stätten, Touristenmagnet, quirlig-lebendiges Viertel. Und dann gibt es hier natürlich noch die Schwimmer, die sich weder von Verbotsschildern noch Temperaturen schrecken lassen – das Bild ist im März entstanden!

Aussicht

Hier musste ich nicht lange überlegen. Einer der schönsten Aussichtspunkte in Peking ist ohne Zweifel der Kohlehügel mit dem Blick über die Verbotene Stadt.

Hoch hinaus

Wirklich hoch hinaus bin ich in diesem Jahr nicht gekommen, wenn man vielleicht von Kohlehügel und Duftbergen samt Aussicht mal absieht. Fliegen ist ja aus bekannten Gründen ausgefallen. Dafür habe ich aber das Museum der zivilen Luftfahrt besucht – was könnte „hoch hinaus“ besser symbolisieren?

Schwarz-Weiß

Spätestens seit ich im August an einem Streetfotografie-Workshop teilgenommen habe, fotografiere ich oft in schwarz-weiß (und lasse meine Kamera raw+jpg abspeichern, so dass ich beim „Entwickeln“ am PC die Wahl habe, ob und wie farbig die Fotos werden). Bei dem Workshop ist auch dieses Bild entstanden, was definitiv zu meinen Lieblingsbildern in diesem Jahr gehört.

Die Zusatzaufgaben

aufgeblüht

Ich habe dies Jahr viele Blumen geknipst, aber mein „Aufgeblüht“-Bild des Jahres ist dieses hier, entstanden Anfang April im Stadtmauer-Park mit Blick auf den Foxtower. Nicht nur die Forsythien blühen auf, sondern ich auch. Es ist endlich nicht mehr so kalt, es macht wieder Spaß, lange draußen unterwegs zu sein, Winterkälte und das Kahle, Triste des Winters schwinden endlich.

eng

Hier kommen mir als erstes die engen Gassen in den Hutongs in den Sinn.

Aber auch hier an diesem Durchgang in der Residenz von Prinz Gong wird es ganz schön eng.

Einschlag

Was für ein Einschlag dieses bescheuerte Virus auf unser aller Leben hat. Hier immer sichtbar an den allgegenwärtigen Masken. Ich fühle so viel Zorn, Wut, Ohnmacht – und bin dann so froh darüber, wenn ich auch Liebe sehen kann.

rot

Wer die Wahl hat… Rot ist in Peking allgegenwärtig. Rot ist die Farbe des Lebens, steht für Glück, Wärme, Ruhm und Kraft. Man kann hier keine drei Schritte tun, ohne etwas Rotes zu sehen. Ich habe ziemlich viele Bilder mit roten Lampions, roten Tempeln, Menschen, die rote Kleidung tragen, rote Türen …

Aber speziell für 2021 wähle ich folgendes Bild, das im Juli in der Ausstellung „100 Jahre Kommunistische Partei Chinas“ im National Art Museum entstanden ist.

minimalistisch

Peking und „minimalistisch“ sind zwei Dinge, die ich eher weniger miteinander verbinde. Aber manches kann man doch minimalistisch einfangen – hier die Fackel im Olympia-Gelände.

Oder doch diese Statue am Houhai?

Natur pur

Peking ist zwar eine wirklich grüne Stadt, was mich anfangs sehr überrascht hat. Aber „raus in die Natur“, das ist hier schon deutlich schwieriger. Ins Grüne, das geht, aber alles, was für mich (ohne eigenes Auto) gut zu erreichen ist, ist gut erschlossen, alle Wege sind asphaltiert oder gepflastert, bei der kleinsten Steigung werden Treppen gebaut. Also habe ich nach der Natur im Kleinen geschaut.

 

Mein schönstes Foto 2021

Schwierige Entscheidung. Eigentlich liebe ich den Sommer, Hitze, blauen Himmel. Aber dieses Bild (November im 798 Art District) ist für 2021 dann doch aussagekräftiger.

 

Lieber Michael, vielen Dank für das Organisieren der Fotoparade! Es hat mir wieder viel Spaß gemacht, in meinen Bildern und Erinnerungen zu wühlen. Und es macht auch viel Spaß, in den Beiträgen der anderen Teilnehmer:innen zu stöbern und gedanklich auf Reisen bzw. Heimaturlaub zu gehen. Zum Beispiel hier bei Anne vom Landleben (das Weihnachtspferd ist der Knaller!), Ulrike vom bambooblog (wie schön, dass es dir wieder gut geht!) oder Thomas und Melanie von Jansens Pott (die Berberäffchen sind zum Dahinschmelzen!).

Angesichts dessen, dass wir gerade eine Pandemie erleben, war das Jahr für uns nicht so schlecht. Okay, der Sommer war sehr verregnet… Wir sind alle geimpft und gesund – und der Anhang in Deutschland zum Glück auch.

Noch mehr als im letzten Jahr hoffen wir jetzt darauf, dass die Pandemie ein Ende findet, es sind schon jetzt viel zu viele Menschen erkrankt und gestorben. Mit der Omikron-Variante ins neue Jahr zu starten, stimmt erstmal nicht so positiv. Trotzdem, wir hoffen, dass die Nach-Pandemie-Zeit möglichst bald beginnt!