Latest imported feed items on Abenteuer China: Peking <![CDATA[2020 – Mit dem Wohnmobil zum Noordkaap]]> 2020-01-26T15:22:41Z Noordkaap – mit doppel-o und doppel-a? Die Rede ist nicht vom berühmten Nordkap in Norwegen, sondern vom Noordkaap in der Niederlande. Wer etwas über eine Wohnmobilreise zum Nordkap in Norwegen sucht, ist hier auf der Seite aber auch richtig. Bereits zwei Mal fuhr ich mit dem Wohnmobil zum Nordkap.

Aussicht vom Besucherzentrum

Aussicht vom Besucherzentrum

 

Mit dem Wohnmobil zum niederländischen Noordkaap

Doch in diesem Beitrag geht es einzig und alleine um einen kurzen Wohnmobilausflug an die Nordsee. Die Fahrt war dringend nötig, denn unser Wohnmobil wurde fünf Monate lang nicht bewegt. Unsere letzte Womo-Reise führte uns im Sommer in den Harz. Danach waren wir zwei Monate auf einem Roadtrip in den USA und in Kanada unterwegs und danach gab es in der dunklen Jahreszeit eine gewisse Reisemüdigkeit.

Nebel an der Ems

Nebel an der Ems

Die Insel vom Wutfrosch
Dollart
Kostenloser Strom für E-Bikes
Kleiner See hinter dem Deich
Nationalpark Wattenmeer
Landschaft bei Ditzum

 

Dieser Reisemüdigkeit traten wir nun entgegen, indem wir im Januar unsere erste Tour in diesem Jahr angingen. Gemütlich fuhren wir nach Norden und steuerten den Wohnmobilstellplatz in Ditzum an. Normalerweise fahren wir ja in Ostfriesland immer ganz gerne nach Harlesiel. Doch da der dortige Stellplatz in den Wintermonaten nicht zugänglich ist und wir auch an diesem Tag ein paar Kilometer einsparen wollten, war Ditzum eben unsere erste Wahl.

Ufer vom Dollart

Ufer vom Dollart

 

Ankunft in Ditzum an der Ems

Gleich nach der Ankunft am Wohnmobilstellplatz gingen wir zum Anmeldehäuschen und zahlten die 10 Euro plus Gästebeitrag mittels Briefumschlag. Wir erreichten den kleinen Ort früh genug, um noch auf Wanderschaft zu gehen. Denn wir wollten uns natürlich umschauen, wo wir sind und was es in Ditzum zu tun gibt. Außerdem hatten wir auf der Karte einen Punkt ausgemacht, der uns als ein geeignetes Wanderziel erschien. Dieser Ort hießt Bohrinsel und war wohl auch mal solche eine.

Wanderung am Deich

Wanderung am Deich

Vogelschwarm über dem Dollart
Vogelwelt
Wattenmeer

 

Am östlichen Ufer des Dollart, einer Bucht an der Mündung der Ems in die Nordsee, bildete diese Bohrinsel oder besser gesagt, die Überreste davon, eine kleine Halbinsel. Rund sechseinhalb Kilometer wanderten wir auf und am Deich entlang. Zunächst hatten wir die Ems neben uns, wenig später dann eben den Dollart. Dort angekommen war gerade Ebbe und das Wasser war nicht zu sehen. Das lag aber zum Teil auch an dem diesigen Wetter mit seinem Nebel. So hörten wir zum Beispiel deutlich, dass im Hafen von Emden gearbeitet wurde, doch sehen konnten wir ihn. Dabei befindet er sich nur in fünf Kilometern Entfernung.

Windmühle in Ditzum

Windmühle in Ditzum

Gemütlicher Abend im Wohnmobil

Auf dem Rückweg warfen wir noch einen Blick in einen kleinen Supermarkt und kauften ein paar Weihnachtssüßigkeiten ein. Wir hatten Ende Januar und sie waren stark reduziert. Da kann man ja mal einen Weihnachtsmann mitnehmen. Es dunkelte schon, als wir wieder am Wohnmobil ankamen, uns an den Strom anklemmten und unsere Leckereien aßen, die wir bereits bei der Anreise zwischendurch in Weener einkauften.

Wohnmobilstellplatz Ditzum

Wohnmobilstellplatz Ditzum

Mit einer kleinen Spielerunde am Abend beendeten wir den Tag und legten uns – müde von der fast 15 km langen Wanderung – früh ins Bett. Am nächsten Morgen hatte ich zunächst leichte Hals- und Gliederschmerzen. Später fiel mir ein, dass ich schon am Abend beim Zubettgehen einen leichten Windzug direkt in mein Gesicht verspürte. Die Hecktür eines Kastenwagens ist eben nicht zu hundert Prozent dicht. Und wenn man dann genau mit der Nase an der Türe liegt, dann ist das bei Minusgraden und leichtem Wind nicht bekömmlich. Wir hatten zwar in der Nacht die Heizung an, aber trotzdem fühlte ich eine Erkältung aufziehen.

Zahlreiche Vögel

Zahlreiche Vögel

Ein Einkauf in Holland darf nicht fehlen

Wie geplant verließen wir den Wohnmobilstellplatz in Ditzum und reisten einmal um den Dollart herum in die Niederlande ein. Dabei kamen wir ziemlich nah am östlichsten Punkt der Niederlande vorbei, doch mangels Hinweisschild oder Markierung verzichteten wir darauf, dort anzuhalten und genossen die Fahrt über die kleinen Straßen in der Polderlandschaft. Besonders imposant und auffällig fanden wir die großen Bauernhäuser mit ihren hohen Fenstern. Direkt an die Rückseite der Häuser waren die dazugehörigen Scheunen angebaut. So eine Art von Bauernhof hatten wir zuvor noch nicht gesehen. Später lasen wir, dass dies in der Polderlandschaft rund um Groningen üblich und historisch bedingt sei.

Polderlandschaft im Nebel

Polderlandschaft im Nebel

Unser erstes Ziel wurde ein Besucherzentrum bei Fiemel, wo wir uns über die Natur und Geschichte mit dem Dollart befassten. Auf einem kleinen Spaziergang gingen wir bis an das Wasser heran, wo eine Stelle für die Sichtung von Seehunden bekannt sei. Doch an diesem Tag gab es leider keine Seehunde für uns. Na ja, man kann nicht alles haben. Anschließend fuhren wir an Delfzijl vorbei in die kleine Ortschaft Appingedam. Dort hatten wir uns eine Filiale von Albert Heijn ausgeguckt, um mal wieder in den Genuss niederländischer Speisen zu gelangen. Ich liebe ja Puddinge mit Bitterkoekjes und auch die klassischen runden Eierkuchen. Direkt mal mitgenommen.

Einsamer Baum

Einsamer Baum

Besucherzentrum in der Niederlande
Das Noordkaap in der Niederlande
Ehemalige Stellung am Besucherzentrum

Zu Besuch am Noordkaap in der Niederlande

Nach dem Einkauf fuhren wir dann das kurze Stück nordwärts bis Eemshaven. Dieser nordöstliche Küstenabschnitt der Niederlande ist stark von der Industrie geprägt. Wir hatten das schon vor einigen Jahren deutlich von der deutschen Küste aus gesehen, als wir mit dem Wohnmobil nach Greetsiel fuhren und zum Pilsumer Leuchtturm wanderten. Auf kleinen Straßen lässt man die Industrieanlagen hinter sich und fährt man durch einen riesigen Windpark mit Dutzenden von Windrädern bis in eine Sackgasse hinein. Am Deich stellten wir unser Wohnmobil ab und begaben uns auf den kurzen Spaziergang bis zum Noordkaap.

Windräder am Noordkaap

Windräder am Noordkaap

Mit dem Wohnmobil durch die Polderlandschaft
Windräder im Nebel
Windmühle Goliath in Eemshaven

Das Noordkaap der Niederlande darf man nicht mit dem Nordkap Norwegens vergleichen. Hier gibt es keine Steilküste, sondern nur einen Deich. Und wenn nicht an der nördlichsten Stelle des niederländischen Festlands eine Skulptur stehen würde, dann würde man schlicht am Noordkaap vorbei spazieren und den nördlichsten Punkt gar nicht bemerken. Nur zehn Kilometer nördlich vom Noordkaap befindet sich die deutsche Insel Borkum. Sie ist die westlichste der ostfriesischen Insel. Doch es herrschte immer noch Nebel und die Sicht war einfach nur schlecht. Überhaupt hatten wir eher das Gefühl, es sei November als Januar. Aber dafür genossen wir den Ausflug an die Nordsee fast für uns alleine.

Am Noordkaap mit Nordkap-Mütze

Am Noordkaap mit Nordkap-Mütze

Skulptur am nördlichsten Punkt der Niederlande

Skulptur am nördlichsten Punkt der Niederlande

 

 

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<![CDATA[Tet Fest: Vietnamesisches Neujahrsfest in Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt) (Video)]]> 2020-01-26T15:07:05Z Video Tet-Fest: Vietnamesisches Neujahrsfest in Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt)

Tết Nguyên Đán, oder kurz das “Tet-Fest”, ist in Vietnam das wichtigste Fest des Jahres. Das vietnamesische Neujahrsfest wird in der Regel zum gleichen Zeitpunkt wie das Chinesische Neujahrsfest (Chinese New Year) gefeiert. In diesem Reisevideo zeige ich Dir, wie das Tet-Fest in Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt) abläuft. Was kannst Du bei einer Vietnam Reise während des […]

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<![CDATA[Happy Birthday Jumbo-Jet – 50 Jahre Boeing 747]]> 2020-01-26T09:29:09Z Jumbo Jet 50. Geburtstag
Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag an eines der schönsten und imposantesten Flugzeuge die es gibt. Am 9. Februar 1969 absolvierte der erste Jumbo-Jet seinen Erstflug. Ein großartiges, wunderschönes Flugzeug feiert seinen Geburtstag.
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<![CDATA[Verrückt, unglaublich & lustig: Mopeds in Vietnam und Kambodscha]]> 2020-01-25T15:56:12Z Schweine am Moped in Kambodscha

Sie stechen sofort ins Auge. Sie faszinieren Reisende. Und sie sind aus den Städten nicht wegzudenken: Die Mopeds in Vietnam und Kambodscha. Mit ihnen wird alles Mögliche und Unmögliche transportiert, manchmal scheint die Schwerkraft in den südostasiatischen Ländern außer Kraft gesetzt zu sein. Während meiner Reisen durch Südostasien sind mir einige verrückte Mopeds untergekommen. Einige […]

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<![CDATA[LieblingsChinesisch Ratte]]> 2020-01-24T09:21:37Z Am 25.01.2020 fängt in China das Jahr der Ratte an.   Das chinesische Schriftzeichen ist genial! lǎoshǔ = Ratte (aber auch “Maus”). Das “lao” heisst “alt” und steht häufig für eine Respektsbezeichung. Beispiele: 老虎 lǎohǔ Tiger 老爷 lǎoyé  Großvater Soviel dazu, nun aber zu dem eigentlichen Schriftzeichen: Das ist ein noch ganz bildhaftes Schriftzeichen: Kopf/Körper, Beine und Schwanz sind zu […]

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<![CDATA[Mobiles Internet: Tourist SIM-Karte in Thailand]]> 2020-01-24T05:23:54Z True Move H Tourist SIM-Karte für Thailand

Eigentlich ist es ganz einfach eine SIM-Karte in Thailand zu kaufen und damit im Internet zu surfen. Und doch gibt es, vor allem für Neuankömmlinge, ein paar Hürden um unabhängig mobil im Internet zu surfen. Vor allem die Sprachbarriere und die unübersichtlichen Angebote machen oft Probleme. Wie es in Thailand mit dem Einstieg ins Internet […]

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<![CDATA[MacBook Pro 16 für den 4K Videoschnitt statt iPad Pro und Windows]]> 2020-01-23T16:00:17Z Die letzten zwei Jahre arbeitete ich zum Großteil mit dem iPad Pro. Das war, nein, das ist gut. Aber gerade beim 4K Videoschnitt stieß ich immer öfter an die Grenzen des tollen Tablets. Dabei war die Performance nicht der Flaschenhals,…

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<![CDATA[Kreta – Ancient Eleutherna – Melidoni Cave]]> 2020-01-23T13:34:19Z Kreta Eleutherna und Melidoni
Die Ausgrabungen von Eleutherna und die Melidoni Cave standen am dritten Tag unserer Kreta-Reise auf dem Programm.

Außerdem haben wir das Hotel gewechselt und sind von Rethymno nach Gazi, kurz vor Heraklion umgezogen. Damit haben wir uns dann ein wenig mehr in den Osten der Insel verlagert, welchen wir dann in den nächsten Tagen ein wenig anschauen wollten.

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<![CDATA[Gingko Baum – Ein Traum von einem Baum!]]> 2020-01-21T12:17:03Z Der Gingko Baum (wissenschaftlich Gingko Biloba) wird auf Chinesisch 银杏 yínxìng genannt. Die direkte Übersetzung “Silber Aprikose” lässt sich von den Früchten ableiten, die ein wenig Aprikosen gleichen, die von einer feinen silbernen Haut überzogen sind. Mich hat das überrascht, denn mich hat der Gingko-Baum am meisten durch seine prächtigen goldenen Blätter im Herbst beeindruckt. Der Gingko Baum stammt ursprünglich aus China […]

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<![CDATA[Visum für Thailand in Ho-Chi-Minh-Stadt beantragen]]> 2020-01-21T06:30:14Z Visum für Thailand in Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) beantragt

Mit dem Flugzeug ist die Einreise nach Thailand für Deutsche, Österreicher und Schweizer sehr einfach. Ein Visum on Arrival für 30 Tage erhalten Touristen direkt bei der Einreise am Flughafen in den Reisepass gestempelt. Bei der Reise nach Thailand am Landweg beträgt die maximale Aufenthaltsdauer mittlerweile auch 30 Tage, früher durftest Du am Landweg nur […]

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<![CDATA[Traumhafter White Sand Beach auf Koh Chang]]> 2020-01-21T04:27:30Z White Sand Beach auf Koh Chang - Nördlicher Bereich

Sonne, Strand, Meer und schönes Wetter sind die richtigen Zutaten für einen entspannten Urlaub. Wenn es in Europa kalt ist und der Schnee glitzert entscheiden sich immer mehr für einen Sommerurlaub im Winter in Südostasien. In Thailand gibt es einige Inseln, auf denen sich Weihnachten, Silvester und die kalten Januartage gut aushalten lassen. Einer dieser […]

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<![CDATA[Besuch des Vessel bei den Hudson Yards]]> 2020-01-19T15:33:28Z Vessel – eine der neuesten Sehenswürdigkeiten in New York. Eröffnet wurde Vessel erst im Jahr 2019 und scheint meiner Meinung nach eine äußerst beliebte Attraktion in Manhattan zu werden.

2500 Stufen

2500 Stufen

Gut, man muss in New York vermutlich immer einen drauf setzen, wenn man was Besonderes bieten möchte. Ich finde, mit Vessel ist das gelungen. Doch was ist Vessel eigentlich?

Wabenförmige Struktur

Wabenförmige Struktur

Im Grunde handelt es sich in erster Linie um nichts anderes als um einen Aussichtsturm. Ein Aussichtsturm wie man in eben besteigen würde, wenn man irgendwo in einem Wald den Ausblick genießen möchte. Eine andere Funktion hat der Vessel von New York nämlich nicht. Ich habe ihn an einem stürmischen Tag besucht, als ich meinen zweiten Roadtrip durch die USA in New York enden ließ.

Vessel von unten

Vessel von unten

Vessel – der Aussichtsturm im New Yorker Viertel Hudson Yards

Doch es ist eben nicht einfach nur irgendein Aussichtsturm. Die Form des Bauwerks ist schon etwas Einmaliges. Von Weitem sieht Vessel aus wie eine übergroße Vase, wie runde eine Struktur, die von unten nach oben auseinander läuft.

Vessel in Hudson Yards

Vessel in Hudson Yards

Und im Wesentlich besteht dieser Turm aus nichts anderem als aus Plattformen und Treppen, die verschiedene Etagen bilden. Steht man unmittelbar vor dem Bauwerk, so blickt man auf die bronzefarbenen Unterseiten der Treppen und Plattformen. Der Eindruck einer übergroßen Vase will einfach nicht verschwinden.

Rechts der Fahrstuhl

Rechts der Fahrstuhl

Wie teuer ist der Eintritt für Vessel in Hudson Yards?

Der Eintritt für das Bauwerk ist grundsätzlich kostenlos, jedoch reglementiert. Besucher müssen sich über die Seite von Hudson Yards ein kostenloses Ticket ausstellen lassen und einen Zeitpunkt des gewünschten Besuchs angeben. Wenn man die exakte Stunde des geplanten Besuchs weiß, erhält man das Ticket kostenlos.

Plattformen und Treppen

Plattformen und Treppen

Alternativ kann man sich die Uhrzeit aber auch offen lassen und lediglich ein Datum benennen. Das kostet zwar 10 Dollar, dafür kann man dann aber an dem genannten Tag kommen, wann man möchte. Ein spontaner Zugang zum Vessel ist nicht möglich.

In der Bildmitte bin ich

In der Bildmitte bin ich

Nachdem der Code auf dem Smartphone gescannt wurde, ist man quasi drin. Obwohl, drin ist man nie. Denn es handelt sich ja um einen Aussichtsturm. Da ist nichts verglast oder ummauert. Es geht einfach nur treppauf, treppab.

Genau vor dem Turm

Genau vor dem Turm

Wie viele Etagen hat Vessel?

Ein beliebter Punkt ist genau in der Mitte vom Vessel. Dort legen die meisten Besucher ihr Smartphone auf den Boden und lassen sich durch den Selbstauslöser von unten nach oben fotografieren. Vorteil der Besucherreglementierung: Die Wartezeit, um so ein Foto machen zu können, ist überschaubar.

Genau in der Mitte

Genau in der Mitte

Überhaupt kommt es einem durch die Zugangskontrollen nicht voll vor. Die Besucher verteilen sich natürlich auf den vielen Metern, die man im Rund der riesigen Vase zurücklegen kann. Der Turm ist zum Teil auch barrierefrei. An der Innenseite befindet sich ein Schrägaufzug, mit dem man zu verschiedenen Etagen und auch bis ganz nach oben fahren kann.

Fahrstuhl im Vessel

Fahrstuhl im Vessel

Nicht ganz einfach ist es, die Anzahl der Stockwerke bzw. Plateaus zu zählen. Zählt man jetzt nur die übereinander liegenden Plattformen oder die verschiedene Anzahl an Ebenen? Ich würde mich für letztere Variante entscheiden und komme dann so auf 16 Ebenen.

Erinnert an Escher

Erinnert an Escher

Nicht nachgezählt, aber nachgelesen: Vessel besitzt über 2.500 Stufen, die sich auf 154 Treppen verteilen. Diese wiederum verbinden 80 Plattformen. Kein Wunder also, dass Vessel auch als „New York’s Staircase“ bezeichnet wird. Überhaupt ist der Name Vessel wohl nicht offiziell. Nach Auskunft des Inhabers Hudson Yards soll „New York’s Staircase“ sogar der offizielle Name sein.

Erinnert an Escher

Erinnert an Escher

Ein Bauwerk wie von M.C. Escher

Ein wenig erinnert das ganze Gebilde eben an die berühmten Werke des Künstlers M.C. Escher. Man kennt sie ja, die unmöglichen Treppen, die ineinander übergehen und so eigentlich nicht funktionieren können. Architekt ist übrigens der Brite Thomas Heatherwick, der auch schon anderswo einige ungewöhnliche Bauwerke und Skulpturen schuf.

Eine Vase in Manhattan

Eine Vase in Manhattan

Aber seht es euch einfach am Besten auf den Bildern an und zählt die Ebenen einfach mal selber. Oder besucht Vessel, wenn ihr in New York seid. Das sollte man wirklich nicht verpassen.

Ausblick vom Vessel

Ausblick vom Vessel

Blick nach unten
Blick in die Tiefe
Aussichtsturm Vessel

Es liegt im neuen Stadtviertel Hudson Yards am Ufer des Hudson River. Zu Fuß ist Hudson Yards mit seinem Turm gerade einmal eine halbe Stunde vom Times Square entfernt. Außerdem ist das Stadtviertel Hudson Yards bzw. der Aussichtsturm Vessel auch Ausgangspunkt für einen schönen Spaziergang auf der Highline.

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<![CDATA[Brücke am Kwai und Todeseisenbahn in Thailand (Video)]]> 2020-01-19T15:10:30Z Brücke am Kwai und Todeseisenbahn in Thailand - Video

Ein beliebter Ausflug in die Umgebung von Bangkok führt zur Brücke am Kwai in Kanchanaburi und weiter mit der Todeseisenbahn über den Wampo Viadukt bis Nam Tok. Die Brücke in Kanchanaburi wurde durch den Roman bzw. Film “Die Brücke am Kwai*” (engl. “The bridge on the river Kwai”) bekannt. Die Todeseisenbahn trägt den Namen wegen […]

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<![CDATA[Erfahrungen mit Amazon Go]]> 2020-01-17T16:24:20Z Als ich das letzte Mal in New York war, konnte ich bei Amazon Go eine ganz neue Art des Einkaufens kennen lernen. Nämlich das kontaktlose Bezahlen in jeder Hinsicht. Dabei geht es nicht nur um kontaktlos im Sinne der Bezahlung, sondern auch um die Tatsache, dass man keine Kontakte zum Personal hat.

Amazon Go-Filiale in New York

Amazon Go-Filiale in New York

Ich will hier keine Diskussion über Amazon und über das Für und Wider solcher Geschäfte lostreten, sondern einfach nur meine persönlichen Erfahrungen teilen. Amazon Go ist im Jahr 2020 noch nicht weit verbreitet, selbst in Nordamerika gibt es nur eine Hand voll Filialen. Eine davon befindet sich in Einkaufszentrum gleich neben dem One World Trade Center in Manhattan.

Eingang in der Filiale

Eingang in der Filiale

Zu dieser einen ging ich bewusst, um mir das Ganze mal vor Ort anzuschauen. Schon von außen sieht man, dass der Shop nicht wirklich groß ist. Gerade mal zwei parallel verlaufende Gänge führen weiter in das Ladenlokal hinein. Geschätzt mögen das vielleicht 50 qm Verkaufsfläche sein. Vielleicht ein bisschen mehr, vielleicht auch ein bisschen weniger. Ebenfalls von außen zu erkennen ist das ungefähre Produktsortiment. Denn es gibt, bis auf ganz wenige Nonfood-Produkte wie Zahnpasta, Batterien und dergleichen, nur Getränke und Lebensmittel.

Ich halte das Smartphone vor den Scanner

Ich halte das Smartphone vor den Scanner

Zugang zu Amazon Go mit einer App

Soweit das, was man von außen sehen kann. Nun will man aber den Laden betreten. Doch das funktioniert nur, wenn man Kunde von Amazon ist und sich die passende Amazon Go-App heruntergeladen hat. Ansonsten gelangt man nämlich nicht durch die Absperrungen. Kunde bei Amazon bin ich zwar, aber die App besaß ich zu dem Zeitpunkt mangels Notwendigkeit noch nicht. Eine Mitarbeiterin, die gerade neben den Absperrungen den Selbstbedienungsbereich mit Servietten und Besteck auffüllte, erklärte mir freundlich, was ich zu tun hätte.

Auch viele leere Fächer

Auch viele leere Fächer

Also luden wir die App auf mein Smartphone und ich loggte mich mit meinem Nutzernamen und Passwort ein, das ich auch bei meinen Amazon-Einkäufen in Deutschland benutze. Danach war die App sofort einsatzbereit und ich konnte die Filiale von Amazon Go betreten. Hierfür musste ich in der App lediglich das Fenster mit einem QR-Code aufrufen und diesen QR-Code vor einen Scanner an der Zugangsschranke halten. Das war alles.

Fleisch und dergleichen
Geschnittenes Obst im Becher
Yoghurts

Das war sogar alles für den Rest des Einkaufs. Das Telefon kann man komplett wegpacken und man benötigt absolut nichts mehr. Auch nicht beim Verlassen des Geschäftes. Aber soweit sind wir noch nicht. Zunächst stöberte ich natürlich in den beiden Gängen etwas genauer, was man denn da so kaufen könne.

Lebensmittel bei Amazon Go

Lebensmittel bei Amazon Go

Produkte und Preise bei Amazon Go

Neben den üblichen Süßwaren wie Skittles und Oreos gab es abgepackte Salate, belegte Bagel, Schalen mit geschnittenem Obst, Yoghurts, abgepacktes Brot, Aufstriche, Würstchen, Milch, Eier. Das übliche halt, was man mal eben auf die Schnelle kaufen, zubereiten oder essen kann.

Michael Moll

Michael Moll

Viele werden sich jetzt fragen, wie es mit den Preisen aussieht. So manches kann mal vielleicht auf den Bilder erkennen. Man sollte dabei bedenken, dass wir uns hier mitten im Finanzdistrikt von New York befinden und außerdem in einem hippen, modernen Laden – wie man heute so schön sagt. Manche Produkte waren recht teuer, andere hielten sich eigentlich im Rahmen. Ein Gläschen Yoghurt mit Blaubeer-, Erdbeer- oder Kirschgeschmack mit 140 g (5 Unzen) Inhalt kostete 1,99 Dollar. Umgerechnet sind das 1,79 €. Ein Bagel, mit Käse, Ei und Schinken belegt und einer Gewichtsangabe von 7,6 Unzen (ca. 215 g) kostete 5,89 $, also 5,31 Euro. Und ein Paket Oreo lag bei 2,49 $ für 140 g, rund 2,24 €.

Hier kann man sich auch noch bedienen

Hier kann man sich auch noch bedienen

Kleiner Testkauf bei Amazon Go

Neben den Zugangsschranken gab es noch einen weiteren Selbstbedienungsbereich, in dem man sich Servietten, Besteck, Soßen-Tütchen und Strohhalme nehmen durfte. Außerdem standen drei Mikrowellen bereit, um sich Produkte aufzuwärmen. Auffällig war, dass manche Produkte ausverkauft waren und daher verhältnismäßig viele Fächer leer standen.

Meine Waren

Meine Waren

 

Beleg von Amazon Go

Beleg von Amazon Go

Für mich sollte es ein Testkauf werden und ich entschied mich für einen Fertigsalat für den Abend. Mit knapp zehn Dollar nicht gerade ein Schnäppchen, aber geschmacklich sehr gut. Ich nahm also diesen Salat, steckte ihn in eine Amazon Go-Tasche, die man kostenlos erhält (alternativ gibt es auch Papiertüten) und begab mich Richtung Ausgang. Dort musste ich einfach nichts tun. Gar nichts. Ich musste nur durch die Schranke gehen, die sich automatisch öffnete und hatte damit meinen Einkauf beendet. Wie das technisch funktionierte, weiß ich nicht und ist mir auch ziemlich egal. Für mich war das wie ein magischer Zaubertrick. Ich nehme etwas aus dem Regal, packe es in die Tasche und verlasse das Geschäft. Simpel.

Die Belege befinden sich in der App

Da der Salat für abends vorgesehen war, gingen wir zunächst an anderer Stelle eine Kleinigkeit essen. Den Snack bestellten wir ohne Getränke, hatten aber anschließend Durst. Nun wollten wir uns im Food-Bereich des Einkaufszentrums nicht wieder anstellen, sondern kamen auf die glorreiche Idee, dass wir doch einfach nochmal zu Amazon Go gehen könnten. Prompt taten wir das und sahen dieses Mal als den ersten richtigen Einkauf mit vorhandener praktischer Erfahrung an.

Quittung in der App

Quittung in der App

Ganz so, als hätte ich schon immer so eingekauft, holte ich mein Telefon aus der Tasche, öffnete die App mit dem QR-Code und hielt das Gerät abermals vor den Scanner. Da ich mich ja nun schon in den zwei Gängen auskannte, huschte ich direkt zu den Softgetränken, entnahm eine Cola, steckte sie in die Tasche und ging. Fertig. Sehr praktisch. Da ja nun zu Beginn des Jahres in Deutschland die Bonpflicht ein großes Thema war, ist natürlich die Frage gerechtfertigt, wie das bei Amazon Go läuft. Und auch das ist sehr einfach. Wenige Minuten nach dem Verlassen des Geschäfts erhält man eine Push-Nachricht, dass die Rechnung bzw. der Beleg in der App abrufbereit wäre.

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<![CDATA[Schneeweiß: Die Weiße Pagode Baita]]> 2020-01-17T14:54:42Z Der Tempel der Weißen Pagode (chinesisch 白塔寺, Pinyin Báitǎ Sì) bzw. Miaoying-Tempel (妙应寺, Miàoyīng Sì) in Peking. Die strahlende Weiße Pagode liegt inmitten eines alten Pekinger Stadtviertels. Ihre ungewöhnliche Form leuchtet von weitem. Sie ist knapp 51 Meter hoch und damit die höchste in China. Auf den ersten Blick wirkt sie gar nicht chinesisch. Sie erinnert an ähnliche Stupas in […]

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<![CDATA[Wanderung durch den Grand Canyon – North Kaibab Trail]]> 2020-01-16T20:01:11Z Unsere Wanderung durch den Grand Canyon war zweifellos die anstrengendste Wanderung, die wir je gemacht haben. Kein Wunder, wir haben den Canyon an einem einzigen Tag durchquert und haben dabei rund 50 Kilometer zurückgelegt. Wir wanderten von Nord nach Süd und begannen die Tour auf dem North Kaibab Trail.

Wanderung im Licht der Stirnlampe

Diesen North Kaibab Trail will ich mit diesem Beitrag gerne vorstellen und auch erklären, warum für uns für die Richtung von Nord nach Süd entschieden haben und welche Planungen sich daraus im Vorfeld ergaben.

Aussichtspunkt im Dunkeln

Aussichtspunkt im Dunkeln

Der Grand Canyon befindet sich im Norden von Arizona und wurde bekanntlich durch den River Colorado geschaffen, der -an der Stelle, wo man ihn überquert – von Ost nach West fließt. Dementsprechend gibt es einen nördlichen Rand (North Rim) und einen südlichen Rand des Canyons (South Rim). Von North Rim aus verläuft der North Kaibab Trail bis zum Fluss Colorado. Auf der südlichen Seite gibt es zwei Wege, um vom Fluss zu South Rim oder umgekehrt zu gelangen. Da wäre einerseits der South Kaibab Trail und der beliebtere Bright Angel Trail.

Sternenhimmel über dem Grand Canyon

Sternenhimmel über dem Grand Canyon

Zwei Aufstiegsmöglichkeiten am South Rim

Zum South Kaibab Trail kann ich mangels Erfahrung nichts sagen, da wir uns beim Aufstieg für den Bright Angel Trail entschieden. Doch für diesen Aufstieg gibt es einen weiteren Blog-Artikel. Hier geht es jetzt nur um den Abstieg vom North Kaibab Trail. Es sind über 1.700 Höhenmeter, die es dabei zu überwinden gilt. Da es auf der Südseite nur 1.300 Höhenmeter sind, war das schon mal unser erstes Kriterium für die Wahl der Gehrichtung. Uns war es lieber, mehr bergab zu gehen als bergauf.

Dunkelheit über dem Canyon

Dunkelheit über dem Canyon

Der zweite Grund für die Wanderung von Nord nach Süd lag aber weniger am Grand Canyon oder der Wegbeschaffenheit, sondern eher an der Organisation. Denn irgendwie muss man ja wieder vom Ziel zurück zum Ausgangspunkt gelangen. Wenn man die Strecke nicht noch einmal zu Fuß gehen möchte (was natürlich auch geht), dann bleibt nur der Shuttlebus. Dieser Shuttlebus fährt früh morgens von South Rim zu North Rim und gegen Mittag fährt er ab North Rim wieder zurück zu South Rim.

Brücke im Nebencanyon

Brücke im Nebencanyon

Dämmerung im Grand Canyon
Bald brauchen wir die Stirnlampe nicht mehr
Es wird langsam hell

Organisation der Rückfahrt von Rim to Rim

Den Abfahrtsort an North Rim gegen Mittag zu erreichen, ist natürlich ausgeschlossen. Dafür müsste man die Nacht durchwandern, was Blödsinn ist. Also würde man bei der Ankunft eine Nacht am North Rim verbringen, gegen Mittag zurückfahren und am späten Nachmittag wieder in South Rim sein. Für uns war das Quatsch, da wir nach der Wanderung sowieso nach Norden weiter fahren wollten. Entweder hätten wir also eine weitere Nacht in South Rim verbringen müssen oder wir wären die gesamte Strecke von über 300 Kilometern mal eben wieder zurück gefahren um dann irgendwann in der Nacht ein Hotel zu finden. Nein, für uns hat sich schnell herauskristallisiert, dass wir von Norden nach Süden wandern, dort übernachten würden und frühmorgens vom Shuttlebus zu unserem Auto gebracht würden.

Man kann etwas sehen

Man kann etwas sehen

Apropos frühmorgens. Das war natürlich auch der Zeitpunkt, an dem wir losgewandert sind. Wir übernachteten auf dem Campingplatz, weil wir den Wagen für die folgende Nacht, in der wir in South Rim schlafen würden, nicht unbeaufsichtigt lassen wollten. Immerhin befand sich im Auto noch jede Menge Gepäck, das wir natürlich nicht durch den Grand Canyon tragen würden.

Der North Kaibab Trail

Der North Kaibab Trail

Es geht los – der North Kaibab Trail ruft

Irgendwann vor vier Uhr klingelte unser Wecker und riss uns aus dem warmen Schlafsack. Wir machten uns fertig, schnappten uns unsere Sachen, die wir am Vorabend schon gepackt hatten und zogen los. Gegen halb fünf standen wir an der dunklen Rezeption des Campingplatzes und marschierten zum Einstieg in den North Kaibab Trail. Dieser befand sich rund eineinhalb Kilometer von unserer Parzelle entfernt, womit wir schon mal den ersten und leichtesten Teil der Wanderung hinter uns brachten.

Wanderung auf dem North Kaibab Trail

Wanderung auf dem North Kaibab Trail

Von da an ging es dann hinab in den Canyon, von dem wir in der Anfangsphase nichts sahen. Über uns waren einige Sterne zu sehen, was schon mal gut war. Denn so hatten wir keine Wolken und die versprochenen Wetterbedingungen für diesen Tag schienen sich zu erfüllen. Unsere Stirnlampen leuchteten ein wenig den Weg aus, der sich als sehr sandig herausstellte. Der Sand war so fein, dass wir ihn schnell im Mund und in den Nasenlöchern hatten.

Rechts im Bild sieht man den Trail

Rechts im Bild sieht man den Trail

In Serpentinen geht es hinab
Der Wanderweg ist gut zu erkennen
Man muss schon auf den Weg achten

Wandern in der Dunkelheit

In steilen Serpentinen geht es deutlich hinab, was wir natürlich zunächst nicht sehen konnten. Aber dieser Abschnitt der Wanderung ist generell der Steilste auf der Tour. Man verliert zu Beginn sehr viele Höhenmeter und passiert dabei den Coconino Overlook. Für uns waren an diesem Punkt die ersten knapp 20 Minuten verstrichen. Es ist zwar eigentlich nicht weit, doch wir gingen natürlich wegen der schlechten Sicht langsam und vorsichtig.

Da wandere ich

Da wandere ich

Von der Aussicht hatten wir natürlich noch nichts. Daher gingen wir weiter und immer tiefer in den Canyon hinein. Streng genommen sind wir hier nur in einem Seitental des Grand Canyon, nämlich im Roaring Springs Canyon. Ein bisschen beklemmend war die Wanderung schon, weil es eben dunkel war und wir spürten, wie sich auf der einen Seite die Felswand steil erhob und auf der anderen Seite ein falscher Schritt der letzte sein würde. Denn da ging es hinab in den Abgrund.

North Kaibab Trail

North Kaibab Trail

Es dämmert so langsam

Das wurde aber deutlich angenehmer, als die Dämmerung so langsam die Dunkelheit der Nacht verdrängte. Es war noch nicht hell und die Stirnlampen ließen wir auch noch an, aber man konnte schon einiges erkennen. Unter anderem war da die kleine, hölzeren Redwall Bridge, die wir überqueren würden. An der Brücke hatten wir schon rund 600 Höhenmeter überwinden und waren rund eineinhalb Stunden seit dem Einstieg unterwegs.

Bald sind wir dort hinten

Bald sind wir dort hinten

Dieser Roaring Springs Canyon mündet in einen größeren Seitencanyon des Grand Canyon. An der Einmündung befindet sich der Roaring Springs genannte Wasserfall und eine erste Station gleichen Namens, an der man Pause machen und Wasser auftanken könnte. Wer sich für eine Wanderung durch den Grand Canyon vorbereitet, sollte sich aber im Vorfeld darüber informieren, welche Stationen geöffnet sind. Roaring Springs war an dem Tag unserer Wanderung zum Beispiel nicht zugänglich, was wir aber zuvor wussten.

Blick auf Roaring Springs

Blick auf Roaring Springs

Ein Teil des Wegs liegt im Schatten
Flora im Grand Canyon
Große Blüte

Erste Pause an der Pump House Ranger Station

Daher gingen wir direkt weiter und steuerten den nächsten Punkt an, die Pump House Ranger Station. Bis Roaring Springs brauchten wir gut zwei Stunden, hatten hier aber schon das Schlimmste an Abstieg hinter uns. Jetzt ging es noch schnell zur Pump House Ranger Station und von dort an würde die Talwanderung deutlich harmloser verlaufen. 20 Minuten ist man zwischen den beiden Stationen gerade einmal unterwegs. Das ist also keine große Entfernung.

Kurz vor Pump House Ranger Station

Kurz vor Pump House Ranger Station

Von nun an waren wir im eigentlichen Hauptteil des Nebencanyons, der vom Wasser des Bright Angel Creek dominiert wird. Es sind zwar von der Pump House Station bis zum Colorado River immer noch weit über 700 Höhenmeter, doch diese verteilen sich auf eine Strecke von fast 20 Kilometern. Das Gefälle ist also überschaubar. Auf diesem Abschnitt ist es daher eher die Entfernung, die anstrengend ist. Zumal man ja bedenken muss, dass man bereits knapp 12 Kilometer hinter sich hat und noch eine Bergwanderung mit 1.300 Höhenmetern wartet.

Auf dem Weg zum Colorado River

Auf dem Weg zum Colorado River

Auf dem North Kaibab Trail zum Cottonwood Campground

Was bis hierhin auf jeden Fall noch angenehm war, waren die Temperaturen. Denn es war gerade einmal viertel vor Acht in der Frühe. Auch auf den folgenden Kilometern würden wir nicht unter Hitze leiden müssen, da der North Kaibab Trail hauptsächlich im morgendlichen Schatten liegt. So haben wir auch in dieser Hinsicht bei der Planung alles richtig gemacht. Denn bei der Wanderung von Süd nach Nord liegt dieser Bereich nach Mittags in der brütenden Sonne.

Eidechse im Canyon

Eidechse im Canyon

Unser nächstes Zwischenziel ist der Cottonwood Campground. Von der Pumphouse Ranger Station bis zum Campingplatz ist es ein gemütlicher Spaziergang am Wasser entlang. Ein paar Kakteen wachsen am Wegesrand, die Sonne scheint mittlerweile in den Canyon hinein und der Weg ist extrem gut ausgebaut, so dass man sich hier wirklich gut der Natur oder dem Fotografieren widmen kann. Wir brauchten für die Strecke von der Pump House Ranger Station bis zum Cottonwood Campground etwas weniger als eine Stunde. Um auf dem Campingplatz übernachten zu können, muss man sich im Vorfeld ein Permit beim Nationalpark holen. Wie der genaue Ablauf hierfür ist und wie lange man das im Voraus organisieren muss, vermag ich nicht zu sagen. Wir brauchten es ja eben nicht, sondern zogen schweigend an den kleinen, gemütlich wirkenden Parzellen vorbei.

Parzelle vom Cottonwood Campground
Ribbon Falls
Rettungsstation für den Notfall

Vorbei am Wasserfall Ribbon Falls

Rund viereinhalb Stunden nach dem Einstieg in den North Kaibab Trail wurde der bis hierhin angenehme Weg am Bright Angel Creek ein wenig ungemütlich. Denn man musste gegenüber von Ribbon Falls ein Stück bergauf. Nicht wirklich viel, aber man möge bedenken, dass wir schon über 17 Kilometer hinter uns hatten und da werden auch wenige Höhenmeter mittlerweile als Anstrengung empfunden. Ribbon Falls ist ein Wasserfall auf der anderen Seite des Seitencanyons. Normalerweise kann man ihn erreichen und so einen kleinen Umweg einlegen. Aber uns war einerseits nicht nach Umweg, denn dafür hatten wir noch jede Menge vor uns. Und andererseits war die Brücke, die man dafür überqueren musste, zu der Zeit unserer Wanderung ohnehin gesperrt.

Viele Umwege gibt es nicht

Viele Umwege gibt es nicht

Ribbon Falls ist so ziemlich der letzte markante Punkt vor der Phantom Ranch und dem Bright Angel Campground, die sich kurz vor dem Colorado River befinden. Bis dahin sind es auch nur noch etwas mehr als 400 Höhenmeter, dafür aber immer noch auf einer satten Entfernung von knapp 14 Kilometern. Kein Wunder, dass viele Wanderer diesen Teil als anstrengend und eintönig empfinden.

Jetzt wird es nochmal eng

Jetzt wird es nochmal eng

Auf den letzten zehn Kilometern des North Kaibab Trail wird es eng

Nun, eintönig würde ich nicht gerade sagen. Dafür gab es viel an Flora und Fauna zu entdecken. Außerdem empfanden wir diese gesamte Durchquerung des Grand Canyon als einmaliges und schönes Erlebnis. Wie könnte ich da behaupten, dass es eintönig sei? Während der Canyon bei Ribbon Falls relativ breit ist, verjüngt er sich im Laufe der Zeit und wird sogar zu einer engen Schlucht. Gerade diesen Abschnitt fand ich besonders schön. Hier wandert man auf einem ausgetretenen aber sicheren Weg direkt neben dem Wasser. Es ist schattig und daher verhältnismäßig kühl. Und es ist kurvig, sodass man hinter jeder Kurve etwas Neues zu entdecken hat.

North Kaibab Trail

North Kaibab Trail

Da der Übergang zwischen dem etwas breiteren Canyon und der Enge der Schlucht langsam stattfindet, kann ich keinen genauen Zeitpunkt benennen, wann das stattfand. Laut meinem Navi würde ich sagen, dass die Engstelle ungefähr sechs Stunden nach Beginn der Wanderung folgte. Und diese Engstelle ist nicht nur ein kurzer Abschnitt, sondern vielmehr eine Strecke von knapp 10 km. Zwischendurch wechselt man auch schon mal mittels Brücke die Flussseite des Bright Angel Creek, aber im Großen und Ganzen ist man überwiegend im Schatten unterwegs. Sehr angenehm.

Brücke in der engen Schlucht

Brücke in der engen Schlucht

Ankunft an der Phantom Ranch

Nach diesen zehn Kilometern weitet sich die enge Schlucht wieder ein bisschen. Doch Weite ist eigentlich nicht der richtige Begriff dafür. Es ist eben nicht mehr ganz so eng. Es herrscht Platz, um einen Campingplatz und die Phantom Ranch unterzubringen. In der Phantom Ranch kann man sich mit Getränken und kleinen Speisen stärken und wer will, kann hier auch übernachten. Von der Phantom Ranch oder dem darauffolgenden Campground ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Colorado River, aber dazu später mehr im Beitrag über den Aufstieg auf dem Bright Angel Trail.

Squirrel an der Phantomranch

Squirrel an der Phantomranch

Felsen hängen über
Einfacher Trail
Gut zehn Kilometer durch diese Schlucht

Hier nochmal die ungefähren Werte, die wir für die Wanderung auf dem North Kaibab Trail laut unserem Navi zurückgelegt bzw. gebraucht haben:

4:25 Uhr: Campingplatz North Rim (0 km, Höhe: 2.535 m)
4:45 Uhr: Einstieg North Kaibab Trail (1,5 km, Höhe: 2.511 m)
5:00 Uhr: Coconio Overlook (2,1 km, Höhe: 2.400 m)
7:30 Uhr: Roaring Springs (11,4 km, Höhe: 1.600 m)
7:45 Uhr: Pump House Ranger Station (12,4 km, Höhe: 1.480 m)
8:40 Uhr: Cottonwood Campground (15 km, Höhe: 1.240 m)
9:25 Uhr: Ribbon Falls (17,1 km, Höhe: 1.160 m)
10:15 Uhr: Einstieg in den engen Teil des Canyon (19,8 km, Höhe: 1.000 m)
12:00 Uhr: Phantomranch (29,5 km, Höhe: 780 m)

Und außerdem gibt es von der Tour noch ein Video:

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<![CDATA[DJI Osmo Pocket: Meine Tests, Tipps und Zubehör]]> 2020-01-16T18:05:15Z Der DJI Osmo Pocket ist so ein Gerät, bei dem ich zuerst dachte, dass ich es überhaupt nicht brauche. Tatsächlich kaufte ich die Kamera nur, weil mich ein Freund dazu überredet hatte. Das ist jetzt über ein Jahr her. Als…

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<![CDATA[Wandern im Penang Nationalpark]]> 2020-01-16T09:20:13Z Wenn du auf der Insel Penang bist, solltest du dir den Penang Nationalpark nicht entgehen lassen. Wir haben einen wundervollen Wandertag im nur 25 Quadratkilometer großen Nationalpark verbracht und noch…

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<![CDATA[Geografischer Mittelpunkt von Nordamerika]]> 2020-01-15T17:59:09Z Soll mir keiner sagen, es würde keine Zufälle im Leben geben. Dass ich den geografischen Mittelpunkt von Nordamerika aufsuchen würde, war ganz klar einer. Wir hatten uns für unseren Roadtrip durch die USA und Kanada mehrere Monate vorbereitet. Wir hatten uns Sehenswürdigkeiten rausgesucht, die wir ansteuern würden.

Willkommen am geografischen Mittelpunkt

Auch die Route war ziemlich genau definiert. Sie ergab sich schlicht aus dem, was Googlemaps als kürzeste Verbindung vorschlug. Da wir zwischen New York und Dawson City im kanadischen Yukon keine größeren Zwischenstopps und Abstecher einplanten, führte unsere Route daher ganz schlicht auch durch den kleinen Ort Rugby in North Dakota.

Wir übernachteten in Fargo und planten als nächstes Ziel die Stadt Regina in Saskatchewan in Kanada ein. Für diese Strecke hätten wir genauso gut über Jamestown und Minot fahren können. Aber nein, das Navi schlug vor, dass wir durch Rugby fahren würden. Und dass wir durch diesen Ort fahren würden, erfuhren wir ohnehin erst wenige Kilometer zuvor. Denn wir kannten ihn ja überhaupt nicht.

Obelisk am geografischen Mittelpunkt

Obelisk am geografischen Mittelpunkt

In Rugby in North Dakota liegt angeblich das Zentrum von Nordamerika

Doch wie es der Zufall wohl in der Tat so will, war das genau die richtige Strecke. Denn einige Meilen vor Rugby tauchte am Straßenrand plötzlich ein Schild mit dem Hinweis auf, dass sich in Rugby der geografische Mittelpunkt von Nordamerika befinden würde. Wir stutzten erst, denn den geografischen Mittelpunkt der USA hatten wir ja bereits auf unserem letzten Roadtrip drei Jahre besucht – übrigens auch durch einen Zufall.

Aber es war ja eben nicht die Rede von der USA, sondern von ganz Nordamerika. Sofort war klar, dass wir uns das nicht entgehen lassen würden. Selbst wenn wir von unserer eigentlichen Route noch einige Kilometer nach rechts oder links abweichen müssten. Diesen geografischen Mittelpunkt besuchen wir natürlich auch, so wie viele andere schon zuvor.

Gute Ausschilderung

Gute Ausschilderung

Einen großen Umweg oder gar Abstecher mussten wir jedoch nicht einlegen. Ganz im Gegenteil, wir brauchten bloß von unserem Highway nur kurz abbiegen und gleich direkt auf den benachbarten Parkplatz fahren. Na, ob das wirklich so einfach ist? Handelt es sich hier wirklich um den geografischen Mittelpunkt von Nordamerika?

Zu Besuch am geografischen Mittelpunkt von Nordamerika

Nicht selten ist es ja so, dass der eigentliche und wahre Mittelpunkt ein wenig woanders liegt und der Punkt, den man besichtigt, extra für Besucher aufgestellt wurde. So wage ich es immer noch anzuzweifeln, dass sich der geografische Mittelpunkt von Mecklenburg-Vorpommern exakt mittig vor dem Rathaus von Teterow befindet. Und auch der Mittelpunkt der USA liegt eigentlich eher etwas abseits von dem Ort, wo man symbolisch eine Markierung aufgestellt hat.

Schilderbaum

Schilderbaum

Wie auch immer. Wir standen nun hier vor dem geografischen Mittelpunkt von Nordamerika. Ob der Obelisk das nun ist oder ob er bloß als Symbol aufgestellt wurde, was soll’s? Nicht ganz verstanden habe ich allerdings den Schilderbaum, der in alle vier Richtungen zeigt. Okay, in Richtung Süden ist Acapulco in Mexiko ausgeschildert. Das nehme ich jetzt einfach mal so hin, weil ich ganz sicher nicht die Grenze zwischen Nord- und Mittelamerika definieren kann. Dafür hängt aber neben der US-amerikanischen und der kanadischen Flagge auch noch die mexikanische. Schön, das zu sehen . Dass es gleich nebenan ein mexikanisches Restaurant gibt, wird wohl wieder nur Zufall sein.

Der Mittelpunkt ist gar keiner

Nach Norden zeigte das Schild zum Polarkreis in Kanada. Hier kann ich definitiv behaupten, dass Nordamerika auch noch weiter nach Norden ragt, weit über den Polarkreis hinaus. Nach Osten ist die Ortschaft Lubec in Maine ausgeschildert. Auch das ist eher kurios, denn Lubec bildet zwar den östlichsten Punkt der USA, aber eben nicht von Nordamerika. Teile Kanadas liegen noch weiter östlich. Warum zu guter Letzt dann Neah Bay im Bundesstaat Washington ebenfalls erwähnt wird, erschließt sich mir nun gar nicht. Kanada liegt viel weiter westlich, Alaska sogar noch weiter und selbst wenn wir nur von den zusammenhängenden 48 Bundesstaaten der USA ausgehen würden (warum auch immer, wenn es um ganz Nordamerika geht) dann wäre das Cape Alava bei Ozette in Washington wohl richtiger, aber eben auch nur Teil der USA.

Flagge von Kanada und Mexiko

Flagge von Kanada und Mexiko

Seltsam das Ganze. Es ist also davon auszugehen, dass dieser geografische Mittelpunkt eher aus touristischen Gründen und nur symbolhaft aufgestellt wurde. Und siehe da, laut der englischsprachigen Wikipedia ist er auch gar nicht erwiesen. Vielmehr würde es sich nach einer Berechnungsmethode richtigerweise um den Ort Center ebenfalls in North Dakota handeln. Na, wenn der Name kein Zufall ist. Uns stört es nicht. Wir freuten uns, hier gewesen sein zu dürfen und haben den geografischen Mittelpunkt von Nordamerika vorerst abgehakt.

Geografischer Mittelpunkt von Nordamerika

Geografischer Mittelpunkt von Nordamerika

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<![CDATA[Technik und Reisen: Machen uns Handy und Co. einsam?]]> 2020-01-15T07:34:36Z Die digitale Revolution hat das Reisen in den letzten 20 Jahren massiv verändert. Durch Smartphones ist vieles bequemer geworden, aber es sind auch gravierende Nachteile entstanden. Ein paar Gedanken darüber, ob wir dem analogen Zeitalter nachtrauern müssen, und ein vielleicht überraschender Befund.

Es ist ein seltsamer Anblick. Weil die Zimmer im Hostel von Yogyakarta über kein Wifi verfügen, ist die Lobby voll mit jungen Backpackern, die auf ihren Bildschirm starren. Neben mir lädt eine Rothaarige mit Sommersprossen gerade Selfies auf Instagram hoch, auf der anderen Seite sitzt ein Nordeuropäer mit beeindruckendem Bizeps und bucht sich die nächste Unterkunft.

Es ist still. Nur das Klicken der Tasten ist zu hören – und in der Ferne ein Gespräch an der Rezeption. Ich sitze in einer Ecke auf dem Sofa. Der Laptop liegt ausgeschaltet neben mir. Ich versuche mit anderen Gästen Blickkontakt aufzunehmen und jemanden zu finden, der mit mir Abendessen gehen will. Niemand schaut zurück. Nach ein paar Minuten gebe ich auf und chatte eine Bekanntschaft aus dem letzten Guesthouse an.

Es ist nicht ohne Ironie, dass es gerade die moderne Kommunikationstechnik ist, die dazu beiträgt, dass eine lebensnahe Kommunikation erschwert wird. Kein Wunder treffe ich immer häufiger auf Reisende, die genau dieses Phänomen beklagen und es als eine „um sich greifende Digitaliritis“ pathologisieren, freilich ohne sich selber diesem Befund vollkommen entziehen zu können.

Technologiekritik ist weit verbreitet, auch unter Reisenden. Die implizite Aussage: Früher war alles besser. Doch ist das wirklich so? Zerstört die digitale Revolution tatsächlich das Reiseerlebnis und macht uns unterwegs einsamer oder verklären wir einfach unsere analoge Vergangenheit? Das ist die Frage, der ich in diesem Artikel nachgehen will.

 

Reisen im Wandel der Zeit

Es lässt sich nicht bestreiten: Die Art, wie wir reisen, hat sich in den letzten 20 Jahren auf dramatische Weise verändert. Vor der ersten Backpackerreise durch Südamerika überlegte ich tagelang hin und her, ob ich den alten Walkman und die drei Mix-Tapes mitnehmen soll. Ich entschied mich schliesslich, ohne ein einziges elektronisches Gerät ins Flugzeug zu steigen. Mein wichtigster Grund: Ich wollte nicht mit meinen Kopfhörern symbolisieren, dass ich keinen Kontakt möchte.

Mittlerweile ist moderne Elektronik kaum noch aus dem Reisealltag wegzudenken. Auf den letzten Trips hatte ich einen zweiten Rucksack dabei voller Geräte: Handy, Kamera, Laptop und ein MP3-Spieler mit mehreren tausend Liedern sowie einen Bluetooth-Lautsprecher. Sobald ich lande, schalte ich das MiFi an und habe funktionierendes Internet noch bevor die Anschnallzeichen erloschen sind.

Viele dieser kleinen Helferchen sind unglaublich praktisch. Und doch ist es erstaunlicherweise gerade der Alleskönner Handy, der am heftigsten polarisiert. Wir sehen – wie im oben genannten Beispiel – Leute  im Hostel, die lieber chatten als mit anderen Touristen zu reden, oder wir sehen jemanden, der über den Bildschirm geneigt über den Zebrasteifen geht und schon glauben wir zu erkennen, dass unsere Gesellschaft krank ist.

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Ein Selfie geht immer…

 

Das Handy als Feindbild

Was wir dabei leicht vergessen: Das Handy ist ein Gerät, das zahlreiche Funktionen in sich vereint. Früher klebten wir Fotos in ein Album ein, heute laden wir sie hoch. Während wir einst die Route mühsam auf Papierlandkarten recherchierten, geht das nun per Knopfdruck und GPS-Unterstützung. Textnachrichten haben Postkarten ersetzt. Wecker, Taschenlampe und Taschenrechner nimmt längst niemand mehr mit. Das ist nicht besser oder schlechter, sondern das Gleiche in neuem Gewand.

Das ist auch der Grund, wieso sich bei näherem Hinsehen gar nicht so viel verändert hat, wie wir manchmal glauben. Was haben die Leute im Zug gemacht, als es noch keine Handys gab? Richtig, sie lasen ein Buch oder eine Zeitung. Vielleicht hörten sie auf dem Walkman eine Kassette (und spulten sie anschliessend mit dem Bleistift zurück). Ist man dadurch mit den Leuten leichter in Kontakt geraten als heute? Ich wage das zu bezweifeln.

Das gleiche Bild zeigt sich in den Hostels. In der Lobby waren immer ein paar Leute mit einem Stift in der Hand, die ihr Tagebuch auf den aktuellen Stand brachten, andere recherchierten im Reiseführer nach Ideen für den nächsten Tag. Alles schön analog, aber kein bisschen kommunikativer. Und natürlich gab es schon immer die Pärchen, die irgendwo abseits sassen und deren Körpersprache deutlich ausdrückte: „Sprecht uns bloss nicht an!“

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Ein Handy vereint heute locker die Funktionen von zehn Geräten.

 

Technik verändert die Kommunikation

Und wenn wir bisweilen angesichts der sozialen Abstinenz in der Lobby den Kopf schütteln, dann dürfen wir nicht vergessen, dass es gerade die stärkere Vernetzung ist, die auch eine gegenläufige Entwicklung erlaubt. Heute gibt es von Couchsurfing bis Tinder ein gewaltiges Spektrum an Dienstleistungen, die uns dabei helfen, Kontakte zu finden. Klar, geht das auch in der Dorfkneipe. Aber das liegt nicht jedem gleichermassen.

Auch ist es heute viel leichter, mit anderen Reisenden in Kontakt zu bleiben. Da ich auf meiner ersten Reise noch keine Email hatte, war es ein riskantes Unterfangen, sich für ein paar Tage von seinen Mitreisenden zu trennen. Wir hatten keine andere Möglichkeit, als uns an einem bestimmten Tag um Punkt 12 Uhr „in der Südwestecke des Hauptplatzes“ zu treffen. Oft hat das geklappt, aber längst nicht immer.

Seit kurzem habe ich zudem einen elektronischen Sprachübersetzer, bei dem ich auf der einen Seite einen deutschen Satz einspreche, der dann auf der anderen Seite in der Lokalsprache rauskommt. Noch fühlt sich das etwas seltsam an, aber es funktioniert gut und ermöglicht im Gegensatz zum Gebrauch von Phrase Books durchaus echte Gespräche.

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Gar nicht so leicht: Gesprächspartner an einem fast menschenleeren Strand zu finden.

 

Die Spontanität leidet

Das Problem sehe ich an einem ganz anderen und vielleicht unerwarteten Ort. Als ich vor 20 Jahren das erste Mal mit dem Rucksack durch Südamerika trampte, war es Gang und Gäbe, an der Rezeption nach freien Zimmern zu fragen und sie sich vor der Buchung kurz anzusehen. Manchmal war ein Etablissement voll, aber meistens klappte das ganz gut.

Wenn ich heute ohne Reservation an einer Rezeption komme, ernte ich schräge Blicke. Den Buchungsportalen ist es dank der starken Verbreitung von Smartphone nicht nur mit grossem Erfolg gelungen, allen einzureden, dass Reservationen schon fast zwingend notwendig sind, um nicht auf der Strasse zu landen, sondern auch, dass sie bei frühzeitiger Buchung viel Geld sparen können.

Selbstverständlich ist es bequem, wenn man nicht mit dem ganzen Gepäck auf der Schulter durch die Stadt irren muss. Aber die Buchungsportale zerstören unsere Spontanität. Wenn ich früher auf spannende Mitreisende stiess, haben wir uns oft entschieden, ein paar Tage gemeinsam weiterzureisen. Ich weiss nicht mehr, wann das das letzte Mal klappte. Seit selber Langzeitreisende ihre Routen immer strenger durchplanen, ist es zu einem immensen Aufwand geworden, ein Tag länger an einem Ort zu bleiben.

Und das Phänomen betrifft bei weitem nicht nur Unterkünfte. Billigflüge sind nur dann günstig, wenn man sie früh bucht. Doch was gut für die Reisekasse ist, zerreisst eine Reise in kleine und vollkommen unflexible Stücke. Seit auch immer mehr Eisenbahn- und Fernbusbetreiber versuchen, ihre Kunden mit Rabatte zum frühzeitigen Buchen zu bewegen, sinkt die Möglichkeit noch weiter, sich mit Reisebekanntschaften zusammenzuschliessen. Wenn durch die Digitalisierung eine Vereinsamung der Reisenden droht, dann in erster Linie deswegen, weil eine wir immer schlechter auf die Situation reagieren können.

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Van-Life boomt, weil das Reisen in Europa immer stärker rationalisiert wird.

 

Was können wir tun?

Die Welt vernetzt sich zunehmend und gegen die digitale Revolution kommen wir nicht an, indem wir moderne Technik verweigern oder vergangene Zeiten verklären, die letztlich vielleicht gar nicht so rosig waren wie in unserer Erinnerungen. Vielmehr geht es darum, den Wandel zu reflektieren, die Chancen wahrzunehmen und sich für die grösstmögliche Freiheit zu entscheiden – auch dann, wenn diese nicht zum Nulltarif zu haben ist.

Dass ich nicht der einzige bin, der das so empfindet, offenbart sich zum Beispiel im Vanlife-Boom, denn gerade in Europa sind Roadtrips mit dem Campervan eine der letzten Möglichkeiten, sich der Rationalisierung des Reisebetriebs zu entziehen.

Beeinflussen können wir aber auch viel durch die Wahl unserer Reiseziele. Es gibt noch immer jede Menge Weltgegenden, in denen der Reisesektor noch nicht so stark durchrationalisiert ist. Häufig sind das genau jene Regionen, die ohnehin nicht so touristisch sind und daher auch oft noch ein authentischeres Reiseerlebnis mit einem viel engeren Kontakt zu anderen Menschen erlauben.

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