Schnipsel Nr. 5

Seit Montag hat uns der Alltag wieder, der liebe Besuch ist zurück in Deutschland und wir stellen uns hier jetzt auf den möglicherweise kältesten Winter seit Jahren und die mit dem Winter (Inversionswetterlage plus Heizen) verbundene miese Luft ein. Heute Vormittag war ich noch mit der Fotogruppe unterwegs, im Laufe des Nachmittags konnte man dann zusehen, wie die Luft schlechter und schlechter wurde, inzwischen liegt der AQI bei 343, also über meiner persönlichen Schmerzgrenze. 

Sānlúnchē

Sānlúnchē

Ab einem AQI von ca. 300 geh ich keinen Schritt vor die Tür, wenn es nicht unbedingt sein muss. Bis zu diesem Wert bin ich relativ unempfindlich, aber ab dann gibt’s Hals- und Kopfschmerzen, die fast immer in einer dicken Erkältung enden – so die Erfahrung im ersten Winter hier, dieses Jahr bleib ich bei entsprechenden Werten halt zuhause auf meinem Luftfilter sitzen. Zum Glück sind die Kurzen robuster und die Luftfilteranlage der Schule taugt auch was.

Glückskeks

Ich denke ja oft, dass ich ein Glückskeks bin, dass ich dieses China-Abenteuer erleben darf. So konnte ich auch gar nicht ablehnen, als Jonna von den expatmamas.de gefragt hat, ob ich etwas für den November-Glückskeks beisteuern könnte. Dass sich mit Klebeband fast alles reparieren lässt, und dass es, wenn das Klebeband mal aus ist, auch mit einer Plastiktüte geht, erzähle ich hier: expatmamas.de. Oder kurz zusammengefasst: ich mag den chinesischen Pragmatismus. 🙂 Es muss nicht immer gleich das teure Ersatzteil sein.

Glücklichmacher

Die Welt ist doch manchmal-oft echt zum Heulen. Ertrinkende Flüchtlinge im Mittelmeer, Aleppo, Nazis in Deutschland, Trump in den USA (I’m with her!), Türkei, IS,… Kriege und Krisen, wohin man auch guckt. Und dann veröffentlicht heute Matt Harding sein neues Video: „Where the heck is Matt?“ Wie, Ihr kennt Matt Harding nicht? Der reist um die Welt und tanzt mit Menschen. Von Düsseldorf bis Dubai, von Peking bis Pjöngjang, von Robben Island bis Vancouver, im Nasa-Shuttle und beim Tauchen. Mehr zu Matt gibt es auf seiner Website oder auf Wikipedia.

Diese Videos transportieren soviel Fröhlichkeit und bringen auch an dunklen Tagen den Optimismus zurück: Eine Welt für Alle. Das geht. Muss gehen. 

 

4 Kommentare:

  1. Ah! Super, endlich — darauf habe ich auch schon lange gewartet. Aber ich dachte, er sei auch in Wien gewesen? Jedenfalls kann ich mich erinnern, dass mal eine Mail rumging mit einer Einladung…

    Und ja, die Luft… Hier auch nicht sonderlich gut…

    Das Foto ist super und chàbuduō liegt mir auch sehr, :-).

    Liebe Grüße in die Nachbarstadt!

    So long,
    Corinna

  2. Der chinesische Pragmatismus in allen Ehren, aber manchmal sind die Lösungansätze dann doch nicht soo 100% toll: in unserer ersten Wohnung hatten wir im 4. Stock ein Fliegengitter am Fenster, das mit ner Schraube nochmal extra gesichert wurde – von aussen.
    Wie hier häufig war’s ein zweiteilges Fenster, wo man nur eine Seite öffnen konnte Und das war an ner Stelle wo man auch nur durch rumklettern auf der Balustrade die Schraube hätte wegmachen können. Ich frag mich ja wie die da reingekommen ist.

    • Nee, da wo es gefährlich wird, hört auch bei mir die Zuneigung zum Pragmatismus auf, wobei das mit der Schraube von außen ja nicht nur gefährlich, sondern auch unpraktisch ist. Und ich muss schon zugeben, dass mir die Teils abenteuerlichen Elektroinstallationen auch Kopfzerbrechen machen…

      • Oh. Ein nettes Stichwort. Ich waer fast vom Glauben abgefallen. In einer Wand im Zimmer meiner Kleinen werd ich sicher kein Loch bohren ohne Metalldetektor. Da ist das Unterputzkabel in Schleifen gelegt.

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